Neuer Bäcker will B-19-Sperrung trotzen

Die Anlieger der Hohenloher Straße sorgen sich, was aus ihren Geschäften wird, wenn 2015 die Sanierung der B19 beginnt. Das Ehepaar Krimmer glaubt trotzdem an einen Erfolg seiner Bäckerei.

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"Noch steht ja gar nicht fest, wann die Straße gesperrt wird. Wenn wir Glück haben, wird es auch noch ein paar Jahre dauern". Jung-Unternehmer Ingmar Krimmer ist guter Dinge. Zum Januar hat er mit Ehefrau Tanja (23) die Bäckerei der Familie Hille übernommen. Diese hat den Laden in sechster Generation geführt. Friedrich und Ingeborg Hille haben sich zur Ruhe gesetzt.

Die Krimmers leben mit Tochter Melina (8 Monate) in einer der Wohnungen über der Bäckerei, die nun "Krimmers Backstub" heißt. In der anderen leben seine Eltern. Die Familie ist ganz auf eine Zukunft mit der Bäckerei eingestellt. Ingmar Krimmer hofft, dass zunächst der Weilertunnel gebaut wird, bevor der Sperbersbach-Kanal unter der B19 in Untermünkheim saniert wird. So hatte es kürzlich Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim vorgeschlagen. Das würde ihnen einige Jahre Luft lassen, um sich zu etablieren.

Neue Vertriebswege testen

"Doch auch wenn die Straße schon 2015 gesperrt wird, sind wir darauf eingestellt. Zum Beispiel wollen wir dann einen Verkaufscontainer weiter oben an der Straße aufstellen", berichtet Krimmer. Er hofft, dass im Planfeststellungsverfahren geklärt wird, ob er für solch einen Container einen Zuschuss bekommt. Außerdem setzt das Paar auf neue Vertriebswege. Sie wollen die Ökokiste vom Hof Engelhardt mit Bio-Broten beliefern. Ihre Stärke: handwerklich hergestelltes Gebäck und Zutaten aus der Region. "Ich denke, eine verlässliche Qualität ist die einzige Chance für kleine Läden, um gegen Ketten zu bestehen." Zusätzlich will sich Krimmer mit ungewöhnlichen Veranstaltungen wie Brezelschlingkursen Kunden sichern, oder der Ausrichtung von Kindergeburtstagen.

Die Fan-Gemeinde auf der Facebook-Seite der Bäckerei lässt mit jetzt gut 200 Likes hoffen, dass die Krimmers auch während einer Straßensperrung von zahlreichen Kunden besucht werden. Der Vater würde sich sehr freuen: "Es wäre schön, wenn wir auch eines Tages sagen könnten, dass die Familie Krimmer die Bäckerei schon in sechster Generation führt."

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