Neue Nutzung im alten Ortskern Scheune in Arnsdorf wird Bürgertreff - Schultes: "Eine Aufwertung"

Zwei Gebäude in der Arnsdorfer Ortsmitte werden neu genutzt: Das ehemalige Rathaus hat eine junge Familie erworben, eine kleine Scheune wird zum Bürgertreff umgebaut.

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Diese Scheune in Arnsdorf wird zum Bürgertreff umgebaut. In dem Haus soll es Feste, Bürgerversammlungen oder Kulturveranstaltungen geben. Foto: Volker Hoschek

"Dieses Gebäude wird von den Bürgern für Bürger gemacht." Der Braunsbacher Bürgermeister Frank Harsch lobt das ehrenamtliche Engagement, mit dem Bürger eine kleine Scheune in der Arnsdorfer Ortsmitte zum Bürgerhaus umbauen. Dieser Einsatz spare zwischen 12000 und 18000 Euro ein, doch viel wichtiger sei die "persönliche Identifikation", die so mit dem künftigen Gebäude entstehe. In dem Bau soll es Feste, Bürgerversammlungen oder Kulturveranstaltungen geben.

Der Umbau kostet 125000 Euro, am Ende soll kein Minus stehen, auch dank des ehrenamtlichen Engagements. Gefördert wird das Projekt außerdem über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Ministeriums für Ländlichen Raum. In den Umbau fließt auch Geld aus dem Verkauf des ehemaligen Arnsdorfer Rathauses. Das steht seit vielen Jahren leer, die Bürgersprechstunden in dem Haus waren in den 90er Jahren eingestellt worden, das Archiv wurde vor einigen Jahren aufgelöst. Seine eigentliche Funktion hatte das Rathaus bereits mit der Gemeindereform 1972 verloren, teilt Harsch mit.

Weil der Aufwand für eine Sanierung laut Harsch, "in keiner Relation zum Nutzen" steht, hat die Gemeinde das ehemalige Rathaus verkauft. Eine junge Familie hat das Gebäude erworben, das nun mit Hilfe von ELR-Geldern umgenutzt und energetisch saniert wird. "Ein Bau auf der grünen Wiese mit zusätzlicher Versiegelung kann vermieden werden", betont Harsch, "eine Landflucht in Arnsdorf gibt es nicht, ganz im Gegenteil."

Bei der Entscheidung für den Bau eines Bürgertreffs sei wichtig gewesen, dass die Bürger und die Feuerwehrinfrastruktur im Ort eine Bleibe hätten. "Auch hier wird innerörtliches Potenzial genutzt", sagt Harsch, es werde " kein kühler Neubau auf der grünen Wiese" erstellt.

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