Naturerlebniscamp in Finsterrot: Wildtiere, Weiher, Waldbestand

Unter sieben Führungen konnten die Teilnehmer des Naturerlebniscamps am Finsterroter See wählen. Sogar Waldfee Pia Pfitzenmaier fand am vergangenen Sonntag Zeit und schaute im Camp vorbei.

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Wüstenrots Bürgermeister Timo Wolf begrüßt Waldfee Pia Pfitzenmaier beim Naturerlebniscamp am Finsterroter See. Vorallem Kinder interessieren sich für die Repräsentantin des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald.  Foto: 

"Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf unseren Wald" war ein Thema bei den Exkursionen rund um den Finsterroter See. Die Führungen bildeten am Sonntag den Abschluss des Natur-erlebniscamps Wüstenrot, das die Gemeinde in Kooperation mit den Naturparkführern des Schwäbisch-Fränkischen Walds, den Naturfreunden Heilbronn und dem Forstamt Heilbronn veranstaltet hat.

Es standen sieben geführte Touren zur Auswahl. Wer sich Naturparkführerin Sabine Rücker anschloss, begab sich auf die "Spur von Wildtieren". Über besondere Bäume und ihre Mythen wusste Andrea Schröder viel zu erzählen. Bei den Kindern war die Tour mit Walter Hieber, per GPS den Wald zu erkunden, besonders beliebt.

Auf die Spuren der Scheitholzflößerei im Rottal machten sich die Teilnehmer, die sich Klaus Pfeffer angeschlossen hatten. War es doch den wenigsten bekannt, dass mit Flößen Holz in die Saline nach Schwäbisch Hall transportiert wurde. Entlang der Rot sind noch einige der Schwellweiher zu finden, die dazu dienten, das Wasser anzustauen und bei Niedrigwasser den Wasserstand auszugleichen.

Wissenswertes über den aktuellen Zustand des Waldes und die Auswirkungen des Klimawandels war auf der Förstertour zu erfahren. Diese wurde von Förster Klaus Ulrich vom Revier Wüstenrot geführt. Aktuell befindet sich der Wald in einem guten Zustand, so Ulrich. Doch habe sich das Klima seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 deutlich verändert. So hat seitdem die Jahresmitteltemperatur in Baden-Württemberg um 1,3 Grad Celsius zugenommen. "Eine dramatische Steigerung", so Ulrich. Hinzu kommt ein Rückgang des Niederschlags. Entscheidend für das Wachstum und die Lebensdauer der Bäume seien Klima und Boden. Die Probleme, die durch den Klimawandel entstehen, seien erst in zwei bis drei Generationen festzustellen. Aber bereits jetzt versuchen die Forstverwaltungen dem Wandel mit verschiedenen Ansätzen entgegenzuwirken. Dabei spiele das Wissen, wie Bäume reagieren, eine große Rolle. Weiter gehöre die Betrachtung über die langfristige Eignung des Bestandes dazu. Durch die richtige Mischung der Baumarten solle das Risiko minimiert werden. Grundsätzlich gilt jedoch: "Das, was ist, soll erhalten bleiben", machte Ulrich deutlich. Dies sei im Hinblick auf wirtschaftliche Interessen nicht immer ganz einfach.

Die Touren starteten beim Seekiosk, wo die Teilnehmer, überwiegend Familien mit Kindern, sich anmelden konnten. Das Team um Hauptamtsleiter Jürgen Reinhardt hatte alle Hände voll zu tun, um Fragen zu den Touren zu beantworten.

Den ganzen Tag konnte in der Naturwerkstatt mit Naturalien gebastelt werden. Ein Höhepunkt war der Besuch von Waldfee Pia Pfitzenmaier, die von Wüstenrots Bürgermeister Timo Wolf begrüßt wurde. Schnell war die Dame im Feenkleid von den Kindern umringt. Bürgermeister Wolf zeigte sich sichtlich zufrieden über die gelungene Veranstaltung und freute sich über den guten Besuch, wobei das herrliche Wetter eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Die Planungen für das Naturerlebniscamp 2015 laufen bereits. Was die Wasserqualität des Finsterroter Sees betrifft, scheint diese sich erholt zu haben. Die 14-tägigen Wasserproben ergeben gute Ergebnisse, so Wolf.

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