Nachtdienst wieder vor Ort

Im Senioren-Hotel in Sulzbach-Laufen wird wieder ein Nachtdienst angeboten. Der Service wurde von Eigentümern und der Gemeinde organisiert. Die Verpflichtungsklage gegen den vorherigen Anbieter bleibt.

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Schwerstpflegebedürftige Menschen müssen rund um die Uhr betreut werden. Im Senioren-Hotel in Sulzbach-Laufen ist dies ab sofort wieder möglich. Archivfoto: dpa

Das Wohnkonzept im Senioren-Hotel in Sulzbach am Kocher funktioniert wieder. Die Gemeinde habe zusammen mit weiteren Eigentümerparteien privat einen Nachtdienst organisieren können, teilte der Sulzbach-Laufener Bürgermeister Markus Bock gestern auf Anfrage mit. Ein dreiköpfiges Team um den Pfleger Thomas Hutzenlaub kümmere sich zwischen 22 und 5 Uhr auf 450-Euro-Basis um Bewohner des Senioren-Hotels, die auch nachts betreut werden müssen. Das Angebot werde von der Gemeinde bezuschusst. Die Abrechnung erfolge flexibel: Wer eine intensivere Betreuung benötige, müsse etwas mehr bezahlen.

Was die Kosten für den Nachtdienst anbelange, meint Bock, stehe man nun sogar etwas besser da als noch im vergangenen Jahr. Gleichwohl werde man die Verpflichtungsklage gegen die Firma HWS Hauswirtschaftsservice, die den Nachtdienst zum 15. September letzten Jahres eingestellt hatte, aufrecht erhalten. Die Eigentümerversammlung, die sich zuletzt am 20. Dezember letzten Jahres getroffen hat, sei der Auffassung, dass die HWS zur Aufrechterhaltung des Nachtdienstes verpflichtet sei. Der Sulzbach-Laufener Gemeinderat - die Gemeinde besitzt zwei der 25 Wohnungen im Senioren-Hotel - hat bereits am 7. Oktober beschlossen, den Klageweg zu beschreiten (die RUNDSCHAU hat berichtet).

Keine der beiden Parteien will den Nachtdienst übrigens gekündigt haben. HWS-Geschäftsführerin Ramona Fritz gab gegenüber der RUNDSCHAU an, dass "mindestens acht Eigentümer" die Zahlung der monatlichen Pauschale zur Abgeltung des Nachtdienstes eingestellt hätten. Sie hätten damit zum Ausdruck gebracht, dass sie den Dienst "nicht mehr wollen." Ihre Firma habe das Angebot damit nicht mehr aufrecht erhalten können.

Laut Bock hatten lediglich "zwei oder drei" der Eigentümer die Zahlung eingestellt, freilich nicht, weil sie den Dienst nicht mehr in Anspruch nehmen wollten, sondern weil sie mit den Abrechnungsmodalitäten nicht einverstanden waren. Der Nachtdienst an sich sei nie in Frage gestellt worden. Die HWS sei aber der Forderung nach transparenten Verträgen, detaillierten und schlüssigen Leistungsangaben und direkten statt pauschalen Abrechnungen nicht nachgekommen.

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