NABU: Der Grünspecht hat Freunde

Bestimmt haben Sie ihn schon einmal gesehen oder gar lachen gehört: den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014. Für ihn setzen sich der Naturschutzbund und der Förderkreis regionaler Streuobstbau ein.

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Der Grünspecht ist der Vogel des Jahres 2014. Sein Lebensraum ist mehr und mehr bedroht - doch es gibt Gegenmaßnahmen.  Foto: 

In Gärten und Parks, aber auch Industriebrachen in Städten zieht es den Grünspecht heute, weil sein natürlicher Lebensraum - halb offene Waldlandschaften mit artenreichem Grünland sowie Streuobstwiesen mit alten Bäumen - mehr und mehr verloren geht. Leben kann er nur dort, wo er genug Ameisen auf dem Boden findet und genug Höhlenbäume, um die Nachkommen großzuziehen.

Der Naturschutzbund NABU fragt sich seit Beginn der Aktion "Vogel des Jahres" im Jahr 1970, was er tun kann, um den Lebensraum des jeweiligen gefiederten Freundes zu schützen und zu erhalten. Die NABU-Ortsgruppe Kirchberg kümmert sich etwa seit 1985 besonders intensiv um den Lebensraum Streuobstwiese, weil dort die größte Vielfalt an bedrohten Arten vorkommt

180.000 Liter Grünspecht-Apfelsaft verkauft

Seit fast dreißig Jahren gewährt der Verein jedem Bürger auf Kirchberger Markung einen Zuschuss von 50 Prozent für die Kosten eines jungen Obstbaum-Hochstammes. Auf diese Weise sind seither fast 700 junge Obstbäume gefördert worden. Ein besonders lobenswertes Beispiel gibt es in Lobenhausen, wo ein Bürger im Jahr 2007 einen ehemaligen Acker in eine mustergültige Streuobstwiese umgewandelt hat. 23 Obstbaum-Hochstämme wurden fachgerecht gepflanzt und geschnitten. Jeder Baum trägt ein kleines Metallschildchen, auf dem der Sortenname eingraviert ist.

Der Förderkreis regionaler Streuobstbau Hohenlohe-Franken (FÖS), besser bekannt als "Grünspecht-Initiative", hat sich 1988 ein anderes Förderkonzept erdacht. Seine zurzeit rund 200 Mitglieder erhalten von der Partnerfirma Hohenloher Fruchtsäfte in Schwäbisch Hall einen erhöhten Preis für ihr Streuobst, wenn sie unterschreiben, dass sie Wiese und Bäume ohne Gifteinsatz bewirtschaften. Der naturtrübe Qualitätssaft wird unter dem Markenzeichen "Grünspecht" etwas teurer verkauft, sodass der Aufpreis für die Äpfel wieder zurückfließt. 2013 verkaufte die Partnerfirma 180.000 Liter Grünspecht-Apfelsaft. Jeder Käufer schützt damit indirekt den Lebensraum des Vogels des Jahres.

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