Musik für eine bessere Welt

Auf ihrer Europatournee kommt die bolivianische Gruppe "Sacambaya" am kommenden Freitag auch wieder nach Kirchberg.

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Die achtköpfige Truppe aus Cochabamba, der drittgrößten Stadt Boliviens, ist im Landkreis nicht unbekannt. Mehrfach aufgetreten sind sie sowohl schon in Kirchberg als auch in Schwäbisch Hall. Freundschaftliche Beziehungen bestehen zum St.-Michael-Gymnasium, wo der inzwischen pensionierte Lehrer Manfred Sturm sich zusammen mit seinen Schülern über Jahre stark für die Aufforstung der kahlen Andenhänge rund um das Städtchen Independencia engagiert hat. Das Aufforstungsprojekt ist eine von vielen Aktionen des Kultur- und Weiterbildungszentrums Ayopaya, für das die Andenmusiker auf ihrer dreimonatigen Tournee Spenden sammeln.

Das "Centro cultural Ayopayamanta" wurde von Bandleader Jorge Aquino gegründet, der lange Jahre in Deutschland lebte. Er hat in Kassel tropische Landwirtschaft und Wasserwirtschaft studiert und wurde initiativ, um der Abwanderung aus dem ländlich strukturierten Gebiet in das Ballungszentrum etwas entgegenzusetzen.

Zunächst organisierte er den Bau von Wasserleitungen für die kleinen Dörfer und installierte Brunnen mit sauberem Wasser. Dann stieß er den Bau von Schulen an und richtete dort Bibliotheken ein mit elektrischem Licht aus Batterien, die mit Solarpaneelen gespeist werden. Inzwischen ist dort auch ein regionaler Radiosender etabliert, die "Stimme der Anden", der eine weit gestreute Zuhörerschaft erreicht und in Bolivien als modellhaft gilt.

"Sacambaya" präsentiert die lebensfrohe andine Musik mit traditionellen, zum Teil vorkolumbianischen Saiten- und Blasinstrumenten. Die zentralen Themen ihrer Lieder kreisen um die Verbundenheit mit "Pachamama", der Mutter Erde, die Sehnsucht nach kultureller Identität, die bolivianische Frau als Symbol des Kampfes ums Überleben, die Umweltzerstörung, sowie den Appell an globale Solidarität und gemeinsame Verantwortung für die Erde. Info Das Konzert beginnt am Freitag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Rittersaal des Kirchberger Schlosses. Der Eintritt ist frei.

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