Musik aus bunten Röhren

Es ist kurz nach 8 Uhr, und die Klasse 2a der Wolpertshausener Grundschule kommt in die Turnhalle. Sie erwartet ein buntes Musikprogramm.

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Die Schüler setzen sich und bilden zusammen mit ihrer Lehrerin Angelika Mayer-Knöll einen Halbkreis. Andreas von Hoff wartet auf seiner Kistentrommel (Cajon) und sagt nichts. Er beginnt rhythmisch mit den Fingern zu schnippen und wartet, was passiert. Dann beginnt er leise zu klatschen und vereinzelt stimmen die Kinder mit ein. Es dauert nicht lange und alle sind dabei. Aufmerksam hören die Kinder auf die Veränderung des Rhythmus und auf die Stärke der Schläge auf das Cajon, die jetzt zum Einsatz kommt. Ganz ohne Kommunikation findet die erste Kontaktaufnahme statt, und es funktioniert.

Das Beste kommt noch: In den Kisten vor den Kindern stapeln sich Röhren aus leichtem Kunststoff mit unterschiedlichen Längen und in leuchtenden Farben. Das sind die sogenannten Boomwhackers. Die einfachen Plastikröhren haben es in sich. Durch die unterschiedliche Länge ergeben sich verschiedene Töne, die auf die Tonleiter abgestimmt sind. Jede Farbe hat einen eigenen Ton. Zu spielen sind sie einfach: Röhre in die eine Hand nehmen, leicht auf die Innenseite der anderen Hand schlagen, und es ertönt ein "Boom" - kinderleicht. Jedes Kind bekommt eine Röhre, immer zwei Kinder die gleiche Farbe.

Nacheinander werden die Töne gespielt. Den Kindern macht es Spaß, es gibt viel zu lachen. Mal ist einer zu schnell, mal einer zu langsam, aber das macht nichts. Von Hoff verrät den Kindern das Geheimnis jedes Musikers: "Üben." Nach und nach kommen alle Klassen dran. Das Konzept zielt darauf, dass alle zusammen spielen. Es schult das musische Gefühl und die Konzentration. Spielerisch lernen die Kleinen, Rücksicht aufeinander zu nehmen, zuzuhören, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Keiner wird ausgelacht.

Wolfgang Mehlhorn und Jürgen Gradenegger sind Inhaber von Musikschulen in Hall und gehen regelmäßig an Schulen, um Kinder an Musik heranzuführen. Vom Konzept der Boomwhackers sind sie überzeugt und haben so zusammen mit von Hoff und der Schulleitung das bunte Programm nach Wolpertshausen gebracht. Um 12.30 ist es für die Kinder soweit: Sie führen ihre Künste den Eltern vor. Später wird mit Eltern und Lehrern musiziert.

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