Moppel soll Top-Model werden

Ilshofens schönstes Kaninchen 2013 ist bei der 8. Hobby-Kaninchen-Schau für jedermann beim Ilshofener Ostermarkt gekrönt worden. Doch zuvor mussten die Hoppel noch gestylt werden.

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Da hilft alles Zähnefletschen nichts: Das Löwenköpfle wird am Schopf gepackt und Jürgen Schwarz knipst die langen Krallen zurecht. Foto: Katharina Gottschalk

34 Kaninchen sind angemeldet, um Ilshofens Top-Kaninchen 2013 zu werden. 29 Kinder und Jugendliche fiebern der Jury-Entscheidung entgegen. Doch bevor es so weit ist, werden die Tierchen aufgehübscht - nicht nur die Mädchen bei Heidi Klum wollen gut aussehen, auch bei Wuschel, Black Beauty und Schlappi steht die Schönheit an oberster Stelle.

Wie bei den menschlichen Top-Models zählen Persönlichkeit und Klasse - bei den Kaninchen sollen die Merkmale zudem der Rasse entsprechen. So haben Löwenköpfle beispielsweise ein flauschiges Fell um den Kopf - bestens geeignet für das Anlegen einer Löwenmähne. Black Beauty ist ein solches Löwenköpfle. Schwarzhaarig ist diese Schönheit allerdings nicht, eher silber-grau. Jürgen Schwarz, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Z 83 Ilshofen, gibt die Erklärung dafür: "Manche Kaninchen werden rappel-schwarz geboren. Sie werden dann aber mit der Zeit grau oder silberfarben."

Nicht nur hübsche Model-Mädchen müssen Haare lassen, auch ein Hoppel-Häschen kommt nicht drumherum: Das Löwenköpfle wird noch ein wenig frisiert, hier und da wird ein wenig das Fell ausgezupft. Die Tiere haaren, das warme Winterfell löst sich auf.

Nach dem Frisieren steht die Pediküre an. Jürgen Schwarz packt das Kaninchen in die eine und nimmt einen Knipser in die andere Hand. Das Schneiden der Krallen schmerze die Tiere nicht. Die Kinder schauen gleichwohl mit großen Augen zu. Schwarz wirbt weiter für die Pediküre:"Seht ihr, bei diesem Kaninchen wurden die Krallen sehr lange nicht geschnitten. Dann brechen sie teilweise schon von alleine ab." Ein bis zwei Mal im Jahr sollten den Kaninchen die Krallen geschnitten werden. "Wenn sie zu lang sind, merkt man das spätestens, wenn man das Tierchen auf dem Arm hat und die Krallen durch den Pulli zu spüren bekommt", erzählt der Profi.

Nach dem Kämmen, Stylen und Krallen-Schneiden wird jedes Kaninchen an Preisrichter Steffen Sauter aus Weinstadt weitergereicht. Er wiegt das Tier, prüft das Fell, und auch der Pflegezustand und die Gesundheit des Kaninchens werden unter die Lupe genommen. Danach vergibt der Preisrichter seine Punktzahl. "Es sind einige Kaninchen dabei, die keine Ausstellungshasen werden. Aber als Spielhasen für die Kinder sind sie super geeignet", sagt Steffen Sauter.

Als nächstes ist Wuschel dran. Selbst ein Laie erkennt, dass dieses Kaninchen gut im Futter steht. Die Waage zeigt die Wahrheit: 3,06 Kilogramm. Normalgewicht wäre etwa 1,6 Kilogramm. "Trotzdem gefällt mir dieser kleine Moppel ziemlich gut", verrät der Preisrichter. Cara (10) aus Ilshofen hat ihre Milli auch zum Wettbewerb angemeldet. Ihr Farbenzwerg ist erst sechs Monate alt. "Ob sie gewinnen wird, weiß ich nicht. Aber es ist auf jeden Fall spannend, hier dabei zu sein", erzählt die Zehnjährige lächelnd.

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