Mit gespitzten Ohren dabei

Bei den Hohenloher Hundefreunden in Großaltdorf treffen sich bald Hundesportler aus ganz Süddeutschland. Sie wollen an der Obedience-Meisterschaft teilnehmen. Mit dabei: Jutta Fehners und Jutta Rössler.

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Voll konzentriert schaut Major, der Border Collie, in der korrekten Fuß-Position zu seinem Frauchen Jutta Fehners (von links). Auch Miro, der Australian Shepherd von Steffi Hofmann, und Bo, Jutta Rösslers Border Collie, sind aufmerksam. Foto: siba

"Was mich am Obedience fasziniert, ist die hohe Anforderung an den Hundeführer", stellt Jutta Rössler fest. Die Löwensteinerin hat sogar schon an einer Obedience-Weltmeisterschaft teilgenommen. Obedience bedeutet Gehorsam. Das ist aber nur ein Aspekt dieser Hundesportart. "Selbstverständlich muss der Hund gehorsam sein, aber es geht darum, dass er die Übungen freudig und nicht mit hängenden Ohren ausführt", erklärt die Besitzerin eines neunjährigen Border Collies. Kommandos im lauten Befehlston seien im Obedience fehl am Platz. Die Freude an der Arbeit soll sowohl beim Hund als auch beim Menschen sichtbar sein. "Das ist Teamarbeit", sagt die 49-Jährige. Eine gute Beziehung zum Hund sei das A und O - nicht nur bei Obedience, sondern in allen Hundesportarten, ergänzt ihre Vereinskollegin Jutta Fehners aus Obersontheim. Mit ihrem achteinhalbjährigen Border Collie Major war sie schon auf einigen deutschen Obedience-Meisterschaften.

Hoher Wert wird beim Obedience auf das exakte und zügige Ausführen der Übungen gelegt. So darf der Hund etwa, wenn er aus der Sitz- in die Steh-Position geht, nur das Hinterteil anheben, aber keinen Schritt nach vorn gehen. Bei einer Gruppenübung, an der zwischen drei und sechs Mensch-Hund-Teams teilnehmen, müssen die Hunde zwei bis vier Minuten ohne die Pfoten zu bewegen in der Sitz-Stellung verharren, während die Hundeführer einige Meter von ihnen entfernt stehen. "Egal, welcher Hund neben ihnen sitzt. Die Richter wollen nämlich auch sehen, ob die Hunde sozial verträglich sind", ergänzt Jutta Rössler. Je nach Klasse, in der das Team startet, kommen weitere Herausforderungen dazu: Die Hundeführer müssen sich verstecken oder ein Helfer geht im Slalom zwischen den Hunden durch - und trotzdem dürfen sich die Hunde nicht rühren. Bei den Einzelübungen - etwa dem Apportieren eines Rundholzes mit verdickten Enden - ist volle Konzentration gefragt sowohl beim Mensch wie seinem Hund. "Es gibt kein Patentrezept, wie man seinem Hund eine Übung beibringt, weil jeder Hund anders ist", weiß die Sportlerin.

Das Tüfteln und Kniffeln, um das Beste aus seinem Hund herauszuholen, reize sie an dieser Aufgabe. Selbstverständlich werde der Hund nie bestraft, wenn er etwas falsch macht, sondern belohnt, wenn er etwas richtig macht: mit Futter oder einem kurzen Spiel.

Obedience kann praktisch jeder Hundebesitzer ausüben und ist für alle gesunden, auch älteren Hunde, egal welcher Rasse, geeignet. "Bei der Meisterschaft des Südwestdeutschen Hundesportverbands im Juni macht sogar ein Hundeführer im Rollstuhl mit", sagt Jutta Fehners. "Ein gewisser Fleiß gehört aber schon dazu, um im Obedience vorwärts zu kommen", stellt ihre Kollegin fest. Beide trainieren täglich beim Spazierengehen mit ihrem Hund. Außerdem treffen sie sich zweimal pro Woche auf dem Hundesportplatz in Großaltdorf, jetzt vor dem Wettkampf sogar dreimal. "Für unsere Hunde, die die Übungen kennen, ist es wichtig, dass wir sie bei Laune halten und auch mal ganz andere Übungen mit ihnen machen."

50 Teams aus ganz Süddeutschland kommen nach Vellberg
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