Mit dem Gas kommt auch das Glasfasernetz

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Den Konzessionsvertrag unterzeichnet (von links): Kämmerin Annemarie Mürter-Mayer, Bürgermeister Robert Fischer sowie Hartmut Reck und Volker Maier von der ENBW ODR.   Foto: 

Einstimmig hat der Gemeinderat von Kreßberg bereits im Oktober die ENBW ODR AG mit der Erdgas-Lieferung beauftragt. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines Konzessionsvertrags, der die Nutzung öffentlicher Verkehrswege durch die ODR zum Bau und Betrieb von Leitungen für die Gasversorgung im Gemeindegebiet Kreßberg regelt.

Dieser Vertrag wurde jetzt von Bürgermeister Robert Fischer sowie von den Prokuristen Hartmut Reck und Volker Maier von der ODR unterzeichnet. Was die Stromversorgung angeht, pflegen die Gemeinde und die ODR bereits eine langjährige Partnerschaft.

Im Zuge der Gaserschließung in der Gemeinde Kreßberg werden gleich Leerrohre für den Breitbandausbau mitverlegt. Auch in Gebieten, die bereits durch andere Provider mit Internetdiensten versorgt werden, kann jeder Hausbesitzer einen Anschluss bis ins Gebäude erhalten. Das Ausbaukonzept der ODR sieht vor, dass ab 2019 die Zuleitungen für das Gasnetz gebaut werden. Parallel werden die jeweiligen Teilorte mit Erdgas erschlossen.

Die Zuleitung kommt von Rötlein her und führt über das Gewerbegebiet Neustädtlein in Richtung Gaisbühl. Von dort geht es weiter in Richtung Schönbronn, Bergbronn, Waldtann, Wüstenau über Haselhof nach Leukershausen und Mariäkappel. Von Schönbronn nach Osten geht es in Richtung Marktlustenau.

Die Bauarbeiten werden rund vier Jahre andauern. Vorab wird aber bereits das Neubaugebiet „Obere Schanze“ in Mariäkappel ans Erdgasnetz angeschlossen, wie es in einer Pressemitteilung der ENBW ODR heißt. Bei Bedarf wird dieses Gebiet vorab mit Flüssiggas betrieben, sodass die Bauherren auf alle Fälle versorgt sind.

Insgesamt sollen rund 650 Häuser ans Erdgasnetz angeschlossen werden. Hierfür investiert die ODR etwa vier Millionen Euro in 26 Kilometer Leitungen.

Die Gemeinde Kreßberg beteiligt sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 600 000 Euro. „Mit der Unterzeichnung des Gaskonzessionsvertrags hat sich die Gemeinde Kreßberg für einen zukunftsorientierten Energieträger und einen starken innovativen Partner entschieden, der die Gemeinde in allen Fragen rund um die Daseinsfürsorge beratend unterstützt“, sagte Prokurist Hartmut Reck.

Durch den gemeinsamen Ausbau von Erdgas mit Leerrohren für Kabel spart die Gemeinde Kosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro ein. Für Bürgermeister Robert Fischer ist „mit der Kombination aus Erdgas- und Glasfaserversorgung ein weiterer Baustein für die Zukunft von Kreßberg und die Lebensqualität der Bürger gelegt“.

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