Minus 18,4 bis plus 37,1 Grad: Wetterbilanz für das Jahr 2012

Krasse Temperatursprünge verzeichnete Martin Melber 2012 in seiner privaten Wetterstation in Westheim. Das Jahr war um 1,1 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt. Melber meldet 66 Sommertage.

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Das Wetterjahr 2012 brachte viel Abwechslung mit einigen Rekorden, berichtet Wettertechniker Martin Melber von der Wetterstation Westheim, der seit 27 Jahren Messungen macht. Die Jahresmitteltemperatur betrug 9,6 Grad, gegenüber dem Vergleichswert von 8,5 Grad um 1,1 Grad wärmer.

Besonders im Frühling war es teilweise staubtrocken. Dank der sehr nassen zwei letzten Monate war die Niederschlagsbilanz nahezu normal. Es fielen 899,8 Liter pro Quadratmeter - 98 Prozent des Solls.

Nur wenig Neuschnee

Der August war der Sommermonat schlechthin. Insgesamt zählte Melber 66 Sommertage mit mehr als 25 Grad. Normal seien rund 40 Tage. Mit 33 Gewittertagen liegt das Jahr im oberen Drittel der Tabelle. Neuschnee fiel summiert 45 Zentimeter. 2010 waren es 237 Zentimeter, 2011 lediglich 8 Zentimeter.

Die Temperaturspanne reichte von minus 18,4 Grad am 6. Februar bis zu 37,1 Grad am 19. August, damit ist es einer der größten Jahresschwankungen überhaupt.

Der Februar ging in die Wettergeschichte ein - erst mit Rekordkälte, am Ende mit Frühlingsgefühlen. In der Landwirtschaft gab es Kahlfrostschäden. Der März war mit acht Litern Regen der trockenste März seit 27 Jahren. Die Sonne schien bis zu 50 Prozent mehr als normal.

Der April war über weite Strecken sehr launisch. Am 28. wurde in Westheim mit 31,4 Grad der wärmste Apriltag seit 27 Jahren gemessen.

Mieser Sommereindruck

Der Juli hinterließ durch 21 Regentage einen miesen Sommereindruck. Mit 5,5 Grad gab es am 23. die kälteste Julinacht seit Messbeginn, vier Tage später mit knapp 35 Grad den Monatshöchstwert.

Im August startete der Sommer durch. 21 Tage galten als Sommer- tage, sechs als heiße Tage. Martin Melber errechnete auch zwei Tropentage. Mit 37,1 Grad gab es nicht nur den heißesten Tag des Jahres, sondern auch die zweithöchste, je von ihm gemessene Temperatur.

Im Oktober sorgte zum Monatsende ein selten markanter Kälteeinbruch für den ersten Schnee bis ins Kochertal. Der November war mild und brachte nur vier Frosttage. Die Regenbilanz lag mit 121 Litern pro Quadratmeter deutlich über dem Soll. Der Dezember brachte in der ersten Hälfte frühwinterliches Wetter, dann kam mit 16,8 Grad Celsius die zweitwärmste gemessene Dezembertemperatur am ersten Weihnachtstag. Mit 172 Litern war es der niederschlagsreichste Monat des vergangenen Jahres.

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