Milan verhindert Rotoren bei Hessenau

Zwischen Haßfelden, Hörlebach, Sandelsbronn und Windisch Brachbach sollte eine Potentialfläche für Windenergie ausgewiesen werden. Nun sind dort Horste von Schwarz- und Rotmilan entdeckt worden.

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Rotmilan im Anflug.  Foto: 

Der Gemeindeverwaltungsverband, dem Ilshofen, Vellberg und Wolpertshausen angehören, tut sich schwer, geeignete Potentialflächen für Windenergie auszuweisen. 94 Hektar waren ursprünglich an der Grenze zwischen Ilshofener und Wolpertshausener Markung vorgesehen. Doch dann musste die Potentialfläche Nummer 7 zwischen Haßfelden, Hörlebach, Sandelsbronn und Windisch Brachbach wegen Tiefflugstrecken der Heeresflieger auf 22 Hektar reduziert werden. Und auch gefiederte Flieger ziehen dort ihre Kreise: Es wurden Horste vom Roten und vom Schwarzen Milan nachgewiesen und kartiert.

Vorsorglich beschlossen die Bürgermeister und Gemeinderäte deshalb in der Verbandsversammlung am Montag im Ilshofener Rathaus, die Fläche ganz aus dem Entwurf zu nehmen.

Bei Hessenau, oberhalb des Jagsttals, hätte "die windhöffigste Fläche im gesamten Verwaltungsgebiet", wie Bürgermeister Roland Wurmthaler sagte, genutzt werden sollen. Doch auch dort beansprucht die Bundeswehr Tiefflugschneisen für Hubschrauber.

Jetzt bleiben dem Gemeindeverwaltungsverband lediglich drei Flächen, bei Ruppertshofen, bei Reinsberg, wo bereits ältere Windräder bestehen, und im Burgbergwald zwischen Gaugshausen, Lorenzenzimmern und Ölhaus. Diesen Entwurf des sachlichen Teilflächennutzungsplans "Windenergie Ilshofen-Vellberg" billigten die Vertreter aus Ilshofen und Vellberg.

Wolpertshausen stimmte dagegen, weil der dortige Gemeinderat durch die Fläche bei Ruppertshofen eine Überlastung der Ortschaft Hörlebach befürchtet. Ebenfalls mehrheitlich wurde die öffentliche Auslegung des Planwerks beschlossen.

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