Mehr Geld für Feuerwehrleute

Der Feuerwehrbedarfsplan und die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen beschäftigten den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Mehr Geld, aber auch mehr Leute braucht die Wehr.

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Die Ilshofener Feuerwehr übt Ende Juli 2013 zusammen mit den Kollegen aus Wolpertshausen einen Rettungseinsatz am Flair Park-Hotel in Ilshofen. Archivfoto: Martin Brenner

Die Stadträte staunten über den Bedarfsplan, den die Führungsriege der Feuerwehr Ilshofen zusammen mit der Verwaltung aufgestellt hat. Für die Fleißarbeit wurden vor allem Kommandant Helmut Böhringer und Abteilungskommandant Rolf Dierolf gelobt. Aufgelistet werden nicht nur die Struktur der Stützpunktfeuerwehr und ihrer Abteilungen mit derzeit 116 Aktiven samt Aufgaben und Ausrüstung. Der Plan liefert auch einen kompletten Überblick über die Gemeinde mit ihren Teilorten, deren Einwohnerzahl, Schulen, Kindergärten, Pflegeheime, Industrie und landwirtschaftliche Betriebe, Bestand an Fahrzeugen, Wohngebäuden sowie Versammlungsstätten von der Arena bis zum Gemeindesaal.

Hintergrund für den detaillierten Bedarfsplan ist die anstehende Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug der Abteilung Obersteinach und einen Einsatzleitwagen für die Hauptabteilung in Ilshofen. Nun könne der Zuschussantrag gestellt werden, bestätigte Bürgermeister Roland Wurmthaler, nachdem der Rat die Aufstellung einstimmig gebilligt hat. Deutlich wurde aber auch, dass der Feuerwehr fast die Hälfte der erforderlichen Leute fehlt. Die Sollstärke liegt bei 216 Aktiven, 116 gibt es.

Mehr Freiwillige braucht die Wehr. Deshalb sollen bei der Werbung künftig "Frauen und Männer gleichermaßen" angesprochen werden, steht im Abschnitt Personalplanung. Auch eine kontinuierliche Jugendarbeit könnte diesen Prozess optimieren. Hier fügte der Gemeinderat auf Anraten der Verwaltung einen Satz ein, der von den Feuerwehrmännern in den Teilorten nicht gern gehört wird: "Sollten die genannten Maßnahmen keinen Erfolg bringen, ist das Zusammenlegen von Abteilungen notwendig."

Das zweite Thema betraf die Entschädigung für Einsätze und Lehrgänge. Für jede volle Stunde soll es 10,50 Euro geben, 50 Cent mehr als bisher. Für mehrtägige Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule werden die Lohnausfälle oder maximal 120 Euro pro Tag ersetzt. Wer über das übliche Maß hinaus Feuerwehrdienst leistet, bekommt auch mehr Geld. In diesem Punkt hätte das Feuerwehrteam gern eine größere Zahl gesehen. Die Verwaltung sagte jedoch, eine Erhöhung von 1200 Euro im Jahr auf 1800 Euro für den Kommandanten sei genug.

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