Mehr Angebote für Ältere

Ein Entwicklungskonzept für die Sportstätten möchte die Gemeinde Rosengarten auf den Weg bringen. Eine erste Bewertung liegt bereits vor und soll mit Vereinen weiter erarbeitet werden.

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In Bühlerzell gibt es eine klassische Ballsporthalle, in Rosengarten nicht. Beim Bau haben die Mitglieder der Sportfreunde Bühlerzell kräftig mit angepackt und auch die Finanzierung sichergestellt. Die Gemeinde hat das Grundstück und Bauholz zur Verfügung gestellt. Archivfoto: pv

In der Klausurtagung des Gemeinderates am 7. November 2009 wurde entschieden, im Jahr 2012 in Überlegungen für ein Entwicklungskonzept Sportstätten einzusteigen. Im November vergangenen Jahres tagte dazu ein Arbeitskreis. Zu ihm gehörten die Vorsitzenden der großen Sportvereine SV Westheim, SV Rieden, SV Uttenhofen und TTC Westheim.

"Wir wollen ermitteln, wo wir in Rosengarten stehen, ob unsere Einrichtungen ausreichen. Wenn ja, müssen sie saniert oder modernisiert werden? Oder ist eine Zentralisierung von Vorteil? Mit welchen Fragen müssen wir uns in Zukunft gemeinsam intensiver befassen", berichtet Bürgermeister Jürgen König. In das komplexe Thema wurden zwei beratende Büros einbezogen. Dazu gehört Professor Dr. Richard Reschl, vom Büro Reschl und Höschele aus Stuttgart. Er ist schon seit 20 Jahren für Rosengarten tätig.

Zum ersten Mal arbeitete er 1993 an einem Entwicklungskonzept 2005, mit Aufbau der Infrastruktur und Gewerbeentwicklung. "Die vorgegebenen Ziele haben wir im Gemeinderat bis 2005 tatsächlich geschafft", freut sich König noch heute. Zweiter Berater ist Jürgen Hanke vom Württembergischen Landessportbund. Für das Konzept wollen Reschl und Hanke eine Stärken-Schwächen-Analyse erstellten .

"Wir müssen einen Blick über den Tellerrand werfen. Demografische, gesellschaftliche und sportliche Entwicklungen müssen eingebunden werden", fordert König.

Dr. Reschl legt Wert auf eine generationsgerechte Sportentwicklungsplanung. "Die Infrastruktur darf sich nicht nur an einer Altersgruppe ausrichten. Man muss in einer Gemeinde bis zum Ende mit Lebensqualität leben können." Er ging auf die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und dann auf Rosengarten ein. Aufgezeigt wurde ein mögliches Minus bei den Einwohnern um 320 Menschen. Eine massive Verschiebung könnte es in den Altersgruppen geben. Heute gibt es 112 Einwohner ab 85 Jahre, 2030 wird sich die Zahl um 65 erhöhen. "Man braucht eine neue Infrastruktur für gewandelte Altersgruppen", betont Reschl. Mehr Bedarf werde es für Gesundheit und Sport geben, mit speziellen Angeboten für Jung und Alt. Kooperation und Gemeinschaft seien zu fördern.

Jürgen Hanke von der Service-GmbH des Württembergischen Landessportbundes berichtete über sportliche Aktivitäten und ihre künftige Veränderung. Er ging ebenfalls auf den demografischen Wandel und das damit verbundene veränderte Sportverständnis ein. "Haben wir dafür die richtigen Sportstätten?", war seine Frage. Aus dem Arbeitskreis, an dem beide Fachleute teilnahmen, berichtete Hanke. Es gebe Grundzufriedenheit mit der Sport- und Bewegungsinfrastruktur in Rosengarten. Bedarf bestehe aber an einer klassischen Ballsporthalle. Kooperationen müssen aufgebaut werden, ebenso generationengerechte Sportangebote, besonders für Ältere. Ehrenamt müsse gefördert und gestärkt werden.

Nach den Kurzreferaten gab es eine intensive Diskussion im Gemeinderat mit vielen Fragen. Der Arbeitskreis wird vergrößert, Senioren werden mit einbezogen.

Beschlossen wurde, im ersten Halbjahr eine Diskussion mit allen Hallennutzergruppen zu führen. Dazu gehören Vereinsleiter, der Rektor der Grundschule und Kinderbeauftragte. Danach soll im zweiten Halbjahr eine halbtägige Klausurtagung des Rates stattfinden.

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