Massenkarambolage: Jetzt doch mehr Schwerverletzte

Bei der Massenkarambolage auf der A 6 am Dienstag sind mehr Menschen schwer verletzt worden, als zunächst bekannt wurde. Derweil hat die Polizei eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt.

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Zwei Menschen sind bei dem Unfall getötet worden, zehn wurden schwer verletzt. Lkw-Fahrer traf es besonders schlimm, einige Führerhäuser wurden völlig zerquetscht. Mehr Bilder auf www.hohenloher-tagblatt.de Foto: Feuerwehr

Von drei Schwerverletzten war die Polizei noch am Mittwochvormittag ausgegangen, jetzt wurde diese Zahl nach oben korrigiert: Demnach haben sich zehn Menschen schwere Blessuren zugezogen. Dazu zählen auch der Fahrer und der Beifahrer eines polnischen Sattelzugs, die zeitweilig in Lebensgefahr schwebten.

Die Polizei erklärt diesen Anstieg damit, dass bei einigen der ins Krankenhaus eingelieferten Unfallopfer die Verletzungen zunächst leichter erschienen, als dies später tatsächlich der Fall war. Auch, so heißt es in einer Pressemitteilung der Heilbronner Polizeidirektion, "gab es zunächst über die genaue Anzahl der Abtransportierten keine absolut gesicherten Erkenntnisse, da natürlich eine ärztliche Behandlung und das Verbringen in ein Krankenhaus Vorrang vor einer Personalienfeststellung hatte".

13 Menschen erlitten bei dem Massenunfall zwischen Kirchberg und Wolpertshausen leichtere Verletzungen. Es handelte sich dabei ausschließlich um Erwachsene. Kinder waren nicht beteiligt. Einige Autofahrer blieben inmitten des ganzen Geschehens gar völlig unversehrt - und ihre Fahrzeuge bekamen keinen einzigen Kratzer ab. Das gilt auch für den Lastwagen, dessen geplatzter Turbolader die Karambolage mutmaßlich verursacht hatte.

Zur genauen Untersuchung des Unfallhergangs hat die Polizei unterdessen eine Ermittlungsgruppe "Turbolader" eingesetzt. Ihr gehören drei Beamte der Autobahn- und Verkehrspolizei Heilbronn und zwei der Autobahnpolizei Schwäbisch Hall an. Sitz der Ermittlungsgruppe ist Kirchberg. "Nachdem sich der Unfall in unmittelbarer Nähe zum Standort des dortigen Autobahnpolizeireviers ereignet hat, bot es sich an, die umfangreichen Ermittlungen von dort aus zu führen", so die Polizei. Geleitet wird die Gruppe von Polizeikommissar Markus Köfler. Er gehört der Autobahnpolizei Heilbronn an.

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