Markt, Natur und Kultur: Langenburg bietet am Wochenende eine Fülle an Kurzweil

So kann der Winter kommen: Die Langenburger Herbsttage stärkten Leib und Seele für die kalte Jahreszeit - mit einem fulminanten Programm.

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    Die Früchte des Herbstes dürfen auf dem Marktplatz in Langenburg natürlich nicht fehlen.
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    Mußestunde: Bei einem Gläschen Sekt in der warmen Oktober-Sonne sitzen und das Treiben auf dem Marktplatz in Langenburg beobachten.
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    Der Imker Siegfried Häuser aus Oberregenbach versüßt den Herbst.
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Es ist immer wieder erstaunlich, wie die kleinste Stadt in Baden-Württemberg ganz große Klasse darin beweist, Tausende von Besuchern auf den langen Berg zu locken. Neben dem Oldtimer-Treffen "Langenburg Historic" und dem fürstlichen Gartenfestival rings um das Schloss haben sich in den letzten Jahren auch die Herbsttage in der Gunst des Publikums etabliert.

Ein Flyer im Format A 3 reichte heuer gerade aus, sämtliche Angebote aufzulisten. Quasi die Basis bilden die rund 30 Händler nebst örtlichen Vereinen auf dem Marktplatz, der damit seinem Namen wieder alle Ehre macht.

Ausgesuchte Handwerkskunst (wie sie zum Beispiel die Korbflechterin Erna Mayer aus Hengstfeld pflegt) wurde hier neben allerlei herbstlichen Genüssen von Äpfeln bis zum Honig feilgeboten. Zu den Besuchern, die den wahrhaft güldenen Herbst in Langenburg genossen, zählten Silvia Löffelad aus Aalen und ihre Freundin Gudrun Ernst aus Heidenheim, die bei einem Gläschen Rotwein in der Sonne sitzen und das Treiben in der Altstadt beobachten.

Im Internet sind die beiden Damen auf die Herbsttage gestoßen und weil ihnen das paradiesische Jagsttal schon mal bei einer Radtour angenehm aufgefallen ist, war das Ziel für ihren Wochenendausflug schnell gefunden.

Beinahe im Stundentakt gab die Stadt auch ihre historische Visitenkarte ab: Kinder erlebten zum Beispiel die spannende Unterwelt der Eiskeller im Schloss und die Großen konnten sich in der Löchner-Schmiede einmal selbst am Amboss versuchen.

Was die vier Herbsttage in Langenburg aber wirklich einzigartig macht, sind die kulturellen Tupfer im Programm: Da sind dann Gedichte von Hesse und Hölderlin mitten im Wald zu hören, da kommt das in Langenburg geborene alte Lästermaul Carl Julius Weber bei einer szenischen Lesung zu neuen Ehren - nebst etlichen Konzerten und Ausstellungen im Rathaus und im Philosophenkeller.

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