Mann tötet Ehefrau und sich selbst - Tochter schwebt in Lebensgefahr

Ein Familiendrama spielte sich am heutigen Mittwoch in Hall ab. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen steht ein 53-jähriger Mann im Verdacht, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau getötet zu haben. Zudem soll er seine Tochter schwer verletzt haben, bevor er sich das Leben nahm.

|
Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen beantragt.  Foto: 
Kurz nach 7 Uhr teilte über den Notruf 110 ein 22-jähriger Mann dem Polizeirevier Schwäbisch Hall mit, dass sein Vater angeblich seine von ihm getrennt lebende 51-jährige Ehefrau und seine 24-jährige Tochter getötet habe.
 
Anschließend flüchtete der Mann aus dem gemeinsam bewohnten Haus. Polizeistreifen wurden mit der Fahndung nach dem Mann, sowie weiteren Ermittlungen und Überprüfungen beauftragt. Noch während der Fahndung ging um 7.30 Uhr vom Diakoniekrankenhaus Schwäbisch Hall die Meldung ein, dass ein Mann vom dritten Stock gesprungen sei. Der Mann verstarb noch vor Ort an den Verletzungen. Es handelte sich um den 53-jährigen Familienvater.

Die Tochter schwebt in Lebensgefahr

Als eine Polizeistreife die Wohnung der 24-jährigen Tochter überprüfte, öffnete diese schwer verletzt den Beamten. Sie war offensichtlich von ihrem Vater angegriffen worden. Die Frau wurde mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Es besteht Lebensgefahr.

Ehefrau lag tot im Gebüsch

Bei einer Überprüfung der Wohnung der getrennt lebenden Ehefrau konnte diese zunächst nicht angetroffen werden. Sie wurde bei der weiteren Suche tot in einem Gebüsch in der Nähe ihrer Wohnung in Veinau von einer Polizeistreife aufgefunden. Die Frau wies mehrere schwere Verletzungen auf.

Ein Einwohner hatte um 5.30 Uhr die Polizei verständigt, da er durch einen Schrei geweckt worden war. Es waren Polizeistreifen im Einsatz. Sie konnten jedoch die Herkunft des Schreies nicht feststellen. 

Es gibt einen Abschiedsbrief

Die Kriminalpolizei Schwäbisch Hall hat eine Ermittlungsgruppe „Hecke“ eingerichtet. Ein Abschiedsbrief des Mannes liegt vor. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen könnte das Motiv der Tat in familiären Auseinandersetzungen und der bevorstehenden Scheidung der Eheleute liegen. Familienangehörige werden  von einem Seelsorger betreut.
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Gericht: Verurteilung wegen Volksverhetzung

Das Amtsgericht verurteilt einen Ordner wegen ausländerfeindlichen Äußerungen. Der 57-Jährige bestreitet die Vorwürfe. weiter lesen