Letzter Abschluss 2015

Im kommenden Schuljahr besteht die Hauptschule nur noch aus einer 9. Klasse, deren Schüler 2015 den Abschluss machen. Die Acht-Klässler müssen nach Ilshofen, Hall, Obersontheim oder Bühlertann gehen.

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Diese Entwicklung war schon längere Zeit abzusehen, da die Vellberger Schule in den beiden vergangenen Jahren keine Anmeldungen mehr für die fünfte Klasse hatte. So waren Bürgermeisterin Ute Zoll und Schulleiter Markus Feldmann darauf vorbereitet, dass Schulamtsdirektorin Ursula Stock in der regionalen Schulkonferenz das Auslaufen der Vellberger Hauptschule offiziell bestätigt hat.

Auch in der Jahrgangsstufe sieben und acht gibt es nicht genügend Schüler für eigene Klassen. Deshalb wurde eine Kombi-Klasse aus beiden Jahrgängen gebildet. Die Achtklässler aus dieser Kombiklasse werden im kommenden Schuljahr die letzten Schüler sein, die in Vellberg die Hauptschule abschließen. Es ist ein relativ starker Jahrgang mit 14 Schülern. "Mit weniger Schülern gäbe es keine Dynamik mehr, aber so sind es genug, um sich gegenseitig anzustacheln", meint Schulleiter Markus Feldmann. Ihre Klassenkameraden vom Jahrgang darunter müssen sich andere Hauptschulen suchen.

Das ist den Kindern und ihren Eltern aber schon lange bekannt. Feldmann hat sie bereits 2013 darüber informiert. "Mit so wenigen Schülern ist der Unterricht weder organisatorisch noch pädagogisch sinnvoll", erklärt er. Den jetzigen sechs Siebtklässlern und ihren Eltern stehe es frei, für welche Schule sie sich entscheiden. Da viele Vellberger bereits in Ilshofen zur Schule gehen, dürfte die Hermann-Merz-Schule für die meisten Schüler die erste Wahl sein. Er habe seine Bereitschaft erklärt, die Kinder aufzunehmen, meinte der dortige Schulleiter Norbert Reinauer. Genauso kommen aber auch die Werkrealschulen im Haller Osten, in Obersontheim und Bühlertann in Frage.

Elternbeiratsvorsitzende Katrin Heinritz bestätigt, dass Schulleiter Feldmann die Eltern der jetzigen Siebtklässler frühzeitig und umfassend über den notwendigen Schulwechsel nach diesem Schuljahr informiert hat. "Das lief wirklich gut", meint sie. Ihrem Eindruck nach sei das ein gut gangbarer Weg für Eltern und Kinder. Der Wechsel zwei Jahre vor dem Hauptschulabschluss sei die richtige Lösung.

"Der Informationsfluss war gut. Niemand ist aus allen Wolken gefallen", sagt auch Claudia Rapp, Elternsprecherin der siebten Klasse. Es sei schon abzusehen gewesen, dass die Hauptschule für diese Kinder nicht bis zum Abschluss geht, als keine Fünftklässler mehr nachkamen. So weit sie wisse, wollen bis auf ein Kind aus Sulzdorf alle nach Ilshofen wechseln. Sie kenne die Schule, weil ihre beiden älteren Söhne dort sind und mache sich deshalb keine allzu großen Sorgen. Aber einige Eltern hätten schon gewisse Bedenken, wie sich ihre Kinder in der großen Schule einleben.

Schülerrückgang an Hauptschulen im Kreis im Vergleich

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