Lange Zeit der Vakatur hat jetzt ein Ende

"Der Kontakt mit den Menschen ist mir wichtig" - deshalb hat sich Julia Glock für die Seelsorge entschieden. Ab September übernimmt die 32-Jährige ihre erste eigene Pfarrstelle in Unterdeufstetten.

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Die 32-jährige Seelsorgerin Julia Glock übernimmt im September die Pfarrstelle in Unterdeufstetten und Bernhardsweiler. Foto: Christine Hofmann

Eigentlich läuft Julia Glocks Ausbildungszeit noch bis Ende Februar 2014. So lange wäre sie noch als Pfarrerin zur Anstellung in der Johanneskirche in Crailsheim beschäftigt - zum praktischen Erlernen ihrer Kernaufgaben: Gottesdienste halten, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, Konfirmanden und Schüler unterrichten und Seelsorgegespräche führen.

Doch die junge Frau fühlt sich bereit und berufen, eine eigene Pfarrstelle zu übernehmen und zieht schon jetzt ins Pfarrhaus nach Fichtenau.

"Die Gemeinde in Unterdeufstetten und Bernhardsweiler kenne ich schon durch Vertretungsdienste. Es ist eine kleine, aber engagierte Gemeinde, und wir haben bereits gut zusammengearbeitet", berichtet Julia Glock. Auf dieser Basis will sie als neue Pfarrerin aufbauen. Die Zeit der zweijährigen Vakatur habe die 700 Mitglieder zählende evangelische Kirchengemeinde sehr selbstständig werden lassen, meint die junge Pfarrerin: "Ich habe nicht vor, alles von oben vorzugeben. Vielmehr hoffe ich, dass etwas von dieser Selbstständigkeit erhalten bleibt."

Julia Glock ist in Heidenheim in einer christlichen Familie aufgewachsen. Sie engagierte sich in der Kinderkirche und der Jugendarbeit und spielte im Posaunenchor. Trotzdem musste der Berufswunsch, Pfarrerin zu werden, erst in ihr wachsen. "Nach dem Abitur habe ich lange nicht gewusst, was ich machen soll", erzählt die 32-Jährige. Erst ein soziales Jahr in einer therapeutischen Einrichtung in Frankreich brachte Klarheit. Das Theologiestudium absolvierte Julia Glock in Stuttgart, Tübingen, Straßburg und Leipzig. "An jedem Studienort gab es etwas, was ich über den Stoff hinaus gelernt habe. Jede Station war wichtig", meint die Pfarrerin. Das Vikariat verbrachte sie in Lorch, bevor sie im März 2011 ihre erste Stelle als Pfarrerin zur Anstellung in Crailsheim antrat.

"Mir gefällt an meinem Beruf, dass ich Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen begleiten kann. Dabei erlebe ich oft ein großes Vertrauen in die Kirche. Manchmal auch das Gegenteil, aber das kommt viel seltener vor", sagt Julia Glock, die sich auf ihre erste richtige Pfarrstelle sichtlich freut.

An der Johanneskirche habe sie vieles gelernt, was sie nun in Unterdeufstetten gut gebrauchen könne. "Die Zeit in Crailsheim war sehr interessant. Ich nehme viele positive Erfahrungen mit und freue mich nun auf etwas Neues", so Glock.

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