Landtag gedenkt in Fichtenau der Nazi-Opfer

Seit 1996 ist der 27. Januar der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Der baden-württembergische Landtag begeht ihn diesmal in Fichtenau.

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Mit einer zentralen Gedenkfeier in Fichtenau erinnert der Stuttgarter Landtag am Montag, 27. Januar, an die Opfer des Nationalsozialismus. Dies teilt die Pressestelle des Landtags mit. Ein besonderes Gedenken gelte in diesem Jahr der Gruppe der Jenischen, die im Raum Fichtenau ansässig ist. Zu der Veranstaltung werden über 200 Teilnehmer erwartet.

Die Gedenkfeier beginnt um 11 Uhr in der Festhalle Fichtenau-Matzenbach. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Piott wird Landtagspräsident Guido Wolf (CDU) die Gedenkrede halten. Es sprechen zudem Timo Adam Wagner, Vorsitzender des Bundesrats der Jenischen in Deutschland sowie der Züricher Historiker Dr. Thomas Huonker. Jenische werden auch als "Fahrende" bezeichnet, sind aber keine Roma und Sinti. Im Anschluss an die Veranstaltung bestehe die Möglichkeit zu Begegnungen. Opferorganisationen mit Informationsständen würden sich präsentieren.

Bereits vor der Gedenkfeier (zirka 10.15 Uhr) wollen Repräsentanten des Landes, der Gemeinde und von Opferorganisationen auf dem Friedhof von Fichtenau-Unterdeufstetten ein Mahnmal für die Opfer der jenischen Bevölkerung einweihen. Im Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus sollen Kränze niedergelegt werden.

Der frühere Bundespräsident Roman Herzog hat im Jahr 1996 den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Seitdem veranstaltet der Landtag seine Feiern zu diesem Gedenktag nicht nur in Stuttgart, sondern auch an verschiedenen Gedenkorten außerhalb der Landeshauptstadt. Im vergangenen Jahr war die zentrale Gedenkfeier in Mannheim. Das Datum erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

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