Landkreise bewerben sich gemeinsam

Eine neue siebenjährige Förderperiode des Leader-Programms beginnt dieses Jahr. Damit unterstützt die Europäische Union Projekte im Ländlichen Raum.

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Die "Wasserwelten" in Sulzbach ist eines der Projekte, die in der Limesregion des EU-Programms Leader gefördert worden sind. Archivfoto: Sarah Eisebraun

Für den Ländlichen Raum ist die siebenjährige Förderperiode 2007 bis 2013 des EU-Programms Leader abgelaufen. Nun nehme die Förderperiode 2014 bis 2020 Fahrt auf, schreibt der Rems-Murr-Kreis. Um mit den besten Ideen an den Start zu gehen, hat sich der Rems-Murr-Kreis zusammengetan. Mit dem Ostalbkreis sowie den Landkreisen Heilbronn und Schwäbisch Hall bildet es die Projektregion Schwäbischer Wald.

Die Europäische Union gerate schnell in den Brennpunkt bei Detailvorschriften, an die sich alle Mitgliedsstaaten halten müssen. Seltener im Blick sei, dass die EU den einzelnen Regionen großen Handlungsspielraum gebe, die Zukunft vor Ort selbst zu gestalten. Dies unterstütze die EU auch mit großen Summen.

Für die Regionen gelte es, bis zum Sommer ein schlüssiges Konzept für die kommenden sieben Jahre zu erarbeiten. Nur etwa die Hälfte der 29 Bewerber aus Baden-Württemberg würden den Zuschlag des Landes für den EU-Topf erhalten, so der Rems-Murr-Kreis.

Im Zeitraum 2007 bis 2013 war der Rems-Murr-Kreis mit acht Kommunen Teil des Leader-Programms Limesregion. 21 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 2,2 Millionen Euro - davon 0,9 Millionen Euro EU-Zuschuss - seien bewilligt worden. Zum Teil seien sie bereits abgeschlossen. Dazu gehöre zum Beispiel das digitale Leitprojekt "Virtuelle Limeswelten". Auch das Pilotprojekt "Barrierefreier Schwäbischer Wald" am Waldsee in Murrhardt, der "Zukunftsbau - Die Weidenkathedrale" an der Laufenmühle, der Nistkasten- und Tierlehrpfad "Naturspur" bei der Erlacher Höhe sowie das Erstellen der Direktvermarktungskonzeption "Leader. Limes. Lecker" zählten zu den geförderten Vorhaben. Für die neue Förderperiode stünden in Baden-Württemberg insgesamt knapp 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei einer Konferenz am Freitag, 21. Februar, in Fichtenberg können Bürger sowie Vertreter von Kommunen, Firmen und Verbänden beraten, wie sich die Region Schwäbischer Wald für das Leader-Programm aufstellen soll. Die Teilnehmer diskutieren, in welchen Bereichen die Region tätig werden müsste.

Die Schwerpunkte des Arbeitskreises liegen bei den Themen Wirtschaft, Tourismus, Wohnen und Leben, Energie, Natur sowie Land- und Forstwirtschaft. In zwei bis drei Folgetreffen würden die Themen in Handlungsfelder gebündelt, Strategien erarbeitet und danach umgesetzt.

Erstes Treffen in Fichtenberg
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