Land will Busse im Stundentakt fahren lassen

Geht es nach dem Stuttgarter Verkehrsministerium, soll auf den Buslinien des Kreisverkehrs jede Stunde ein Bus fahren. Die Finanzierung der Linien seitens der öffentlichen Hand soll komplett reformiert werden.

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Nein, "heiße Luft" in leeren Bussen will Erwin Tiroke nicht transportieren. Das erklärte der Leiter des Amtes für Straßenbau und Nahverkehr dem Verwaltungs- und Finanzausschuss in einer Sitzungsvorlage. Denn die Verwaltung betrachtet den Wunsch des Landes, mittels Anreizen die Einführung eines Stundentakts im Nahverkehr zwischen 6 und 23 Uhr zu fördern, skeptisch. Auf dem Land gelte es, andere Lösungen zu wählen als in den Städten, so Tirokes Überzeugung. Die Erfahrungen seines Amtes hätten gezeigt, "dass trotz einem sehr guten Angebot kein signifikanter Anstieg bei den Fahrgästen zu erzielen war".

Grund für die Diskussion im Ausschuss ist die geplante Reform der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Bislang erhalten die Verkehrsunternehmer Pauschalen für ihre Linien. Künftig soll das Geld anders verteilt werden. Noch in diesem Jahr will die Landesregierung dafür ein Gesetzgebungsverfahren einleiten. Der Kreisverwaltung geht dies zu schnell. Sie begrüßt aber den Vorschlag, das Geld künftig den Aufgabenträgern - also den Kommunen - zur Verfügung zu stellen. Bis es so weit ist, sollen in einer Übergangsphase den Verkehrsunternehmern weiterhin die bisherigen Pauschalen gezahlt und diese dann stückweise verringert werden. Im Jahr 2015 bleibe also alles noch beim Alten, so Tiroke. Derzeit seien noch zu viele Details unklar, um die Vorschläge des Ministeriums aus Sicht des Kreises bewerten zu können. "Wir müssen uns positionieren, wenn wir alle Fakten auf dem Tisch haben", sagte Landrat Gerhard Bauer den Kreisräten.

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