Land soll nicht mehr vermarkten

Das Bundeskartellamt will dem Land die Vermarktung von Privatholz untersagen. Auch die Holzpreise waren beim Waldbauverein Hall ein Thema.

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Über die gemeinsame Holzvermarktung des Landes Baden-Württemberg (Forst BW) informierte Jörg Hilt die zahlreichen Waldbauern in der Oberfischacher Festhalle, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren, schreibt Vorsitzender Martin Stümpfig.

Jörg Hilt ist Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg. Er stellte den Beschlussentwurf des Bundeskartellamtes zur Holzvermarktung durch Forst BW vor. Das Kartellamt will dem Land die Holzvermarktung von Nadelstammholz für andere Waldbesitzer mit über 100 Hektar Grund untersagen. Dies gelte für Privatwaldbesitzer und Körperschaften, aber auch für Forstbetriebsgemeinschaften.

Verboten werden sollen auch die Dienstleistungen, die dem Verkauf vorausgehen: Holzauszeichnungen sowie Betreuung der Holzernte inklusive Rücken, Aufmaß und Güteeinteilung. Das Verbot soll ab 1. Mai 2015 wirksam sein. Ob noch weitere Veränderungen auch für Betriebe unter 100 Hektar kommen, sei noch offen, erklärte Hilt.

Das Befahren von Waldwegen mit einer Breite von unter zwei Metern mit Mountainbikes sollte auch weiterhin verboten bleiben, schreibt Stümpfig. Die Waldarbeit werde sonst noch gefährlicher. Es könne nicht sein, dass einerseits mehr Natur- und Artenschutz im Wald gefordert werde und andererseits der Radsport ausgerechnet dort ausgeweitet werde. Bei der anschließenden Diskussion kam auch zur Sprache, dass bereits 75 Prozent der Waldfläche in irgendeiner Art geschützt sind. Bis 2020 sollen drei Prozent der Waldfläche aus der Nutzung genommen werden, aktuell sind es 1,9 Prozent.

Oberforstrat Manuel Braunger informierte über den Waldzustand und die Holzpreise. Durch die teils feuchte Witterung ist der Wald vitaler als im Jahr zuvor. 32 Prozent der Bäume seien nicht geschädigt. Trotzdem habe der Borkenkäfer Bäume vermehrt befallen. Braunger warnte vor weiteren Schäden im Frühjahr. Der Holzmarkt zeige sich freundlich und die Preise für Nadelholz seien noch einmal gestiegen. Die Preise liegen zum Beispiel für einen Festmeter Fichte bei 102 Euro, Kiefer kostet 75 Euro. Für Ahorn-, Esche-, und Buchenbrennholz werden auf dem Markt 63 Euro erzielt.

www.waldbauverein-sha.de

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