Künftig Klimaschutz mit System

Die Gemeinde Oberrot stellt um. Der alljährliche Energiebericht wird durch ein Gebäude- und Energiemanagement ersetzt. Ziel der Maßnahme ist ein noch wirtschaftlicherer Umgang mit Ressourcen.

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Jürgen Landenberger und Katrin Scharly (rechts) vom ENBW-Regionalzentrum Neckar Franken erläutern den Ratsmitgliedern den Energiebericht.  Foto: 

Zum letzten Mal haben am Montagabend Katrin Scharly und Jürgen Landenberger vom ENBW-Regionalzentrum Neckar Franken den Oberroter Ratsmitgliedern den bekannten Energiebericht präsentiert. Die Gemeinde Oberrot arbeitet schon seit vielen Jahren mit der ENBW zusammen, um sich einen Überblick über den Energieverbrauch kommunaler Gebäude zu verschaffen und sich über Einsparmöglichkeiten beraten zu lassen.

Auffälligkeiten gab es im zurückliegenden Jahr nicht. Im Rathaus wurden 7000 Kilowattstunden elektrischer Energie eingespart, in der Schule sogar 9000. Auch die Straßenbeleuchtung benötigte 4000 Kilowattstunden weniger Energie, was etwa dem Jahresverbrauch eines Zwei-Personen-Haushaltes entspricht. Der lange Winter sorgte auf der anderen Seite natürlich für höhere Heizkosten. In der Sporthalle wurden zum Beispiel 1000 Liter mehr Öl verbraucht, was aber in Relation zur Außentemperatur absolut im Rahmen sei.

Rudolf Heizenreder fiel erneut der Kindergarten Regenbogen auf. Die Verbrauchswerte seien dort noch immer relativ hoch. Jürgen Landenberger meinte, das Gebäude sei eben nicht neu und verfüge über viel Fensterfläche. Die Gebäudehülle sei thermographisch untersucht worden. Dabei habe man keine Auffälligkeiten entdeckt.

Das von Dirk Leyens im Anschluss an den Energiebericht vorgestellte Gebäude- und Energiemanagement wird von der Oberroter Gemeindeverwaltung als die konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Verfahrensweise verstanden. Der Energiebericht konnte keine strategischen Aussagen hinsichtlich einer energetischen Sanierung oder anderer Maßnahmen liefern. Mit der Einführung des neuen Konzepts soll sich das ändern.

Dirk Leyens machte das System vereinfacht an einem Beispiel deutlich. Ein Auto werde von zwei verschiedenen Personen gefahren und verbrauche in einem Fall mehr, im anderen Fall weniger Treibstoff. Ähnlich verhalte es sich mit Gebäuden. Das neue System bringt den Faktor Controlling ins Spiel. Das heißt, das künftig in Oberrot angewandte Gebäude- und Energiemanagement kann die optimale Betriebsart für ein Objekt ermitteln.

Vieles werde dabei automatisch ablaufen. Dafür muss allerdings einiges an Technik nachgerüstet werden, was wieder Kosten verursacht. Die Gemeinde will diesen Schritt wagen, zumal veraltete Einheiten sowieso irgendwann ersetzt werden müssen.

Zudem bietet sich die Option, die für die Verbrauchsermittlung und Analyse eingesetzte Software "SanReno" nicht gleich zu kaufen, sondern zu mieten. Diese auch von Bürgermeister Daniel Bullinger favorisierte Variante fand am Ende der Debatte das einstimmige Votum der Ratsmitglieder.

Info Mehr über das Programm "SanReno" gibts unter www.comteos.com/energy.html zu erfahren.

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