Kritik und Lobeshymnen

Die neue Dreißiger-Zone im Hauptort ist ein Fichtenberger Dauerbrenner. Die Rückmeldungen waren Thema bei der jüngsten Verkehrsschau. Details gibts bei der Bürgerversammlung am 8. Oktober.

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Begegnungsverkehr in der Bahnhofstraße in Fichtenberg. Auch hier gilt mittlerweile Tempo 30.  Foto: 

Lobeshymnen gabs und vernichtende Kritik: Die Umfrage der Fichtenberger Verwaltung zur neuen Dreißiger-Zone im Hauptort ergab kein einheitliches Bild, dafür aber das ein oder andere Strafzettelchen wegen des Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Bahnhofstraße. Im e-Bürger-Portal, der Plattform für Online-Umfragen auf der Gemeindehomepage, ist ebenso von gestiegener Wohnqualität die Rede wie von Sinnlosigkeit und großem Ärger. Die nicht repräsentative, virtuelle Anhörung ergab freilich auch eine deutliche Mehrheit für die Abschaffung der noch jungen Regelung: 48,3 Prozent möchten die vorher geltende Regelung wieder haben; 34,5 Prozent finden sie uneingeschänkt positiv, 17,2 Prozent fordern Änderungen.

Die meisten Änderungswünsche aber seien entweder nicht erforderlich, nicht sinnvoll oder nicht zielführend, heißt es im Protokoll der jüngsten Verkehrsschau, das dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vorgelegt wurde. Das Gremium nahm die Vorlage ohne größere Debatte zur Kenntnis, nachdem Bürgermeister Roland Miola auf die anstehende Bürgerversammlung verwiesen hatte. Dann will man direkt mit den Fichtenbergern in der Gemeindehalle diskutieren.

Festzuhalten bleibt, dass in den Fichtenberger Teilorten keine 30er-Zonen ausgewiesen werden können. Dies war offenbar vor allem für Langert gewünscht worden, wurde bei der Verkehrsschau aber abgelehnt: Es müssten schon besondere "zwingende" Umstände vorliegen, um eine solche Entscheidung zu rechtfertigen, heißt es im Protokoll. Der Verweis auf 30er-Zonen andernorts reiche als Begründung nicht aus. Insbesondere aus Langert seien zudem auch keine Unfälle aktenkundig.

Eine Feinheit ist noch an der Zufahrt von der Hauptstraße zum Marktplatz zu regeln. Hier hebt das Verkehrszeichen, das auf die Spielstraße hinweist, die Rechts-vor-links-Regelung auf. Das Problem kann durch die Versetzung der Verkehrszeichen behoben werden.

Als nicht notwendig befanden die Verkehrsschauteilnehmer das Aufstellen eines Spiegels im Erlenhof. Die Kreuzung Dorfstraße/Gehrhofweg sei übersichtlich genug. Dafür soll der ausgeblichene Hinweis auf die Bushaltestelle ausgewechselt und der Baum, der ihn verdeckt, zurückgeschnitten werden.

Im Tannenweg, dessen Oberfläche wie berichtet saniert werden soll, soll es weiterhin eine Absatzsicherung geben. Die bestehenden Schutzplanken müssen aber ausgetauscht werden, da sie nicht mehr den geltenden Vorschriften entsprechen. In der "Neuen Straße" östlich der Riedwiesen kann ein Glätte-Warnhinweis aufgestellt werden, in den Oberen Riedwiesen selbst wird ein Schild "Keine Wendemöglichkeit für LKW" aufgestellt. Abgelehnt wurde der Wunsch, das Wohngebiet Schelmenäcker zur Anwohnerzone zu erklären. Und abgelehnt wurde auch das Ansinnen, die Fußgängerampel bei Mittelrot so zu schalten, dass Raser abbremsen müssen.

Info Die Fichtenberger Bürgerversammlung findet am kommenden Mittwoch, 8. Oktober, in der Fichtenberger Gemeindehalle statt. Sie beginnt um 19 Uhr.

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