Krise kann alle treffen

"Die Bundesbank und ihre Rolle in der Bewältigung der Schuldenkrise" - zu diesem Thema bekamen Gerabronner Gymnasiasten einen Vortrag vorgesetzt. Was trocken klingt, wurde lebendig diskutiert.

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Dr. Jürgen Hirsch von der Deutschen Bundesbank war zu Gast am Gymnasium Gerabronn - und erklärte anschaulich die Schuldenkrise. Privatfoto

Gerabronn - Welche Folgen hat es, wenn Griechenland die Schuldenkrise nicht meistert? Worin bestehen die Unterschiede zwischen den einzelnen Instrumenten zur "Rettung" der Krisenländer? Wieso kündigte die EZB die Übernahme der Schulden der Krisenländer an und welche Folgen hat dies? Diese und andere Fragen hat kürzlich Dr. Jürgen Hirsch von der Hauptverwaltung Stuttgart der Deutschen Bundesbank Gerabronner Schülern erläutert.

Hirsch vermochte es einerseits, den Eleven der Klassen 10 und 11 die Grundlagen der europäischen Geldpolitik zu verdeutlichen und anderseits auf sehr anschauliche Weise die komplexen Zusammenhänge der Eurokrise zu erläutern. "In den Zeiten der Krise ist das Interesse an währungspolitischen Vorträgen gestiegen", berichtete der Referent, der rund 20 Schulen im Jahr besucht und auch Lehrerfortbildungen zum Thema anbietet.

Dass dieses auch die Gerabronner Schülerschaft interessierte, war an den lebendigen Frage- und Diskussionsrunden zu erkennen. Hirschs Vortrag hatte ihnen gezeigt, dass sie unmittelbar von den Auswirkungen einer sich verschärfenden Krise betroffen sein können.

Er warnte beispielsweise vor einem Zusammenbruch Italiens, der den 800 Milliarden Euro umfassenden europäischen Rettungsschirm "ESM" binnen eineinhalb Jahren ausschöpfen würde. "Wir können nur hoffen, dass die Südeuropäer ihre Strukturen in Ordnung bringen", so Hirsch - andernfalls werde dies enorme Auswirkungen auf ausnahmslos alle europäischen Partnerländer haben.

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