Kreßberger Gemeinderat beschließt: Alle drei Kindergärten bleiben

Der Kreßberger Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2013 verabschiedet. Demnach werden knapp 376.000 Euro investiert. Der Fuß soll dabei aber nicht von der Schuldenbremse genommen werden.

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Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt zehn Millionen Euro, wovon auf den Verwaltungshaushalt acht Millionen Euro entfallen und auf den Vermögenshaushalt etwas über zwei Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Es sind Kreditaufnahmen in Höhe von 325.000 Euro vorgesehen, und die Haushaltssatzung enthält Verpflichtungsermächtigungen von 200.000 Euro.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt wird 2013 mit rund 603.000 Euro relativ hoch ausfallen, nach Abzug der Tilgungen verbleibt eine Nettoinvestitionsrate (Eigenmittel für Investitionen) von etwa 376.000 Euro. Das sei ein für Kreßberger Verhältnisse sehr ordentlicher Betrag, ist der Pressemitteilung zu entnehmen. Dennoch gilt nach Ansicht des Fachbeamten Otto Schwarz für alle Investitionsentscheidungen weiterhin die Maxime, auf keinen Fall den "Fuß von der Schuldenbremse" zu nehmen.

Der mittelfristige Finanzplan, der bis 2016 geht, lässt für die kommenden Jahre - außer 2014 - ebenfalls eine recht positive Entwicklung erwarten. 2014 werden aufgrund der guten Steuereinnahmen des Jahres 2012 die von der Gemeinde an Land und Kreis zu bezahlenden Umlagen sehr hoch ausfallen, was die Gemeinde nach den Worten des Fachbeamten "wie ein Keulenschlag" treffen wird. Deshalb ist 2014 eine größere Kreditaufnahme erforderlich. Dieser Verschuldungsanstieg kann aber voraussichtlich 2015 und 2016 wieder ausgeglichen werden.

An größeren Vorhaben sind im mittelfristigen Finanzplan für die kommenden Jahre vorgesehen: Sanierungen des Kindergartens Waldtann, der Gemeindehalle Haselhof und der Kläranlage Riegelbach, die Fortsetzung des Landessanierungsprogramms in Waldtann, der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Waldtann-Rötsweiler-Stegenhof, die Fortsetzung der Kanalsanierungen, Investitionen in die Breitbandversorgung (Verlegung von Leerrohren) sowie die Erweiterung des Friedhofs Mariäkappel.

Neben dem Haushaltsplan stand auch der Kindergartenbedarfsplan 2013/14 auf der Agenda. Hauptamtsleiterin Birgit Macho berichtete über die Situation in den Kreßberger Kindertagesstätten. Der Rückgang der Geburtenzahlen und die sich daraus ergebende schlechte Auslastung der Kindergärten sei nach wie vor ein großes Problem. In den drei Kindergärten könnten momentan bis zu 150 Kinder betreut werden, besucht werden diese Einrichtungen von nicht einmal 100 Kindern. Einsparungen bei den Personalkosten sind dennoch nicht möglich, da ansonsten die bestehenden, großzügigen Öffnungszeiten nicht mehr abgedeckt werden könnten. Bei einer zentralen Einrichtung wäre es leichter möglich, auf schwankende Kinderzahlen zu reagieren. Da jedoch alle Standorte (Haselhof, Marktlustenau und Waldtann) aufrechterhalten werden sollen, müssen diese hohen Personalkosten in Kauf genommen werden

Die Nachfrage nach Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren sei sehr schwer zu kalkulieren, erklärte Macho. Beispielsweise besuchten vor einem Jahr um diese Zeit 13 Zweijährige die Kindergärten, dieses Jahr ist nur ein zweijähriges Kind im Kindergarten. Und die Krippe konnte mangels Anmeldungen nicht schon im Herbst, sondern erst jetzt im Februar eröffnet werden. Der Gemeinderat stellte den Kindergartenbedarfsplan wie von der Verwaltung vorgeschlagen fest: Die drei Kindergärten werden wie bisher weitergeführt, also je zweigruppig und mit der Wahlmöglichkeit zwischen Regelbetreuung (vor- und nachmittags mit Mittagspause) oder "verlängerter Öffnungszeit", also bis zu sieben Stunden am Stück. Integrative Betreuung von behinderten Kindern ist, wenn die Art der Behinderung dies zulässt, weiterhin möglich. Ein Bedarf für Kinderbetreuung besonderer Ausrichtung wurde nicht festgestellt. Ein Ausbau von Krippenplätzen ist momentan nicht erforderlich.

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