Kontrast, Kontrapunkt – und am Ende Harmonie

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Neue Exponate von Monika Sigloch und Jeanette Sherly Hippelein (links) gibt’s derzeit in Wallhausen zu sehen. Susanne Zargar-Swiridoff (rechts) führte in die Ausstellung ein.  Foto: 

„Wir sind wie die Theorie der Farben: Kontrast, Kontrapunkt und am Ende Harmonie“, beschrieb Jeanette Sherly Hippelein ihre persönliche und künstlerische Beziehung mit Monika Sigloch. Bereits zum vierten Mal stellen die beiden Künstlerinnen die mittlerweile national und international in der Kunst­szene bekannt sind, gemeinsam im Atelier von Hippelein in Wallhausen aus.

Zum zweiten Mal dabei war die Künstlerin und Komponistin Susanne Zargar-Swiridoff, die eine Einführung in die Ausstellung gab und Parallelen zog zwischen den ausgestellten Bildern und der Musik. Als „Partitur“ bezeichnete sie die Exponate, die „verortet mit Farben, Formen und Materialien“ eine Zusammenfassung der Stimmungen, Gefühle und Befindlichkeiten der beiden Künstlerinnen bieten würden. Diesen sichtbaren Dialog zwischen innerer und äußerer Welt machte sie als jenen Impuls aus, der die Gefühle und die Fantasie des Betrachters schließlich anspricht und den Drang erzeugt, in den Bildern immer wieder Neues entdecken zu wollen. Bei den abstrakten und floralen Werken von Monika Sigloch fand sie diesen Raum für Interpretation im Zusammenfluss von klaren Farben, die immer in Bewegung sind und die im starken Kontrast zu schwarz und weiß ihre Tiefenwirkung entfalten. So wird der Kunstfreund mit allen Sinnen angesprochen und die Betrachtung verspricht eine spannende Spurensuche. „Wir lassen in uns ein subjektives Bild vom objektiven Bild von Monika Sigloch entstehen“, so Zargar-­Swiridoff.

Den Bildern von Jeanette Sherly Hippelein sprach sie keine Beeinflussung der Sinne, sondern der perspektivischen Wahrnehmung zu. „Der Prozess, die Farbwirkung und die Dynamik ist für sie der eigentliche Gegenstand der Arbeit“, zitierte sie aus dem Bildband „Internationale Kunst Heute“ in dem Hippelein heuer vertreten ist. Die Spannung im Raum, erzeugt durch allwissende Perspektive und Inszenierung einer essenziell beweglichen, aber zugleich funktionellen Dynamik, ist für Zargar-Swiridoff eine der Stärken von Hippelein. Sie ist mit Porträts und abstrakten Werken in der Ausstellung vertreten.

Die anspruchsvolle Einführung wie auch die ausgestellten Exponate führten zu angeregten Gesprächen unter den Gästen. Das Publikum stellte sich gerne der Aufgabe, die ihm die Künstlerinnen auch in diesem Jahr gestellt hatten, nämlich in ihrer Befassung mit dem Bild das Werk zu vollenden.

Info Die Ausstellung im Atelier JSH in Wallhausen ist noch zu sehen bis 22. Dezember jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr und auf Anfrage. Kontakt: jeanette.hippelein@t-online.de oder monika.sigloch@t-online.de.

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