Kommentar: Noch ordentlich nachbessern

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Der Entwurf hat gute Ansätze. Endlich weg: Totfangfallen und Schuss in den Vogelschwarm. Das vermeidet Leid von Tieren. Überfällig war ein Schalenmodell, das Tierarten von jagbar bis geschützt einteilt, aber nicht starr ist. Es ermöglicht Tierarten entsprechend Wildtierberichten zu ergänzen oder in den Schalen zu schieben. Aber Vorwürfe wie Praxisferne und Verschlimmbesserung treffen auch. Beispiel von vielen: zweimonatige Jagdruhe im März und April. Wildschweine gibts aber zu viele, sollten deshalb konsequent bejagt werden können. Darum gilt: Wildschweinjagd bis 200 Meter in den Wald. Das wirkt allerdings sehr praxisfremd. Zudem gibts keine Ruhe für Wildtiere, wenn Wanderer, Radler und Co weiter durchgängig im Wald unterwegs sein dürfen. Ein Beispiel dafür, wo Verschlimmbesserung nochmal über den Ordnungsweg nachgebessert werden sollte.

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Kommentare

08.11.2014 20:00 Uhr

Endlich weg? Wer es glaubt ...!

Sie schreiben endlich weg. Totfangfallen.

Da frage ich mich, wie weltfremd dieser Satz ist. Es ist lediglich den Jägern verboten, trotz Sachkundenachweis und trotz Registrierung und trotz selektivem Fang Totfangfallen zu verwenden.

Seltsamerweise ist jedoch für alle "normalen Bürger" nach wie vor die Benutzung von Totfangfallen in unbegrenzter Form und Anzahl erlaubt (Mäuse- und Rattenfallen).

Dieser Gesetzentwurf ist leider das Papier nicht wert auf dem es steht!

Daher plädieren wir von PETA dafür, lieber alles beim alten zu lassen, anstatt solch einen sinnfreien Regulierungswahn durchsetzen zu wollen, der überhaupt keine Veränderung bringen wird.

Tierschutz geht anders!

Vanessa Reithinger / PETA Deutschland e.V.

B.Sc. Wildtier- und Biodiversitätsmanagement / Fachreferentin für Wildtiere

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