KOMMENTAR: Klare Ansage des Präsidenten

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In der Region Heilbronn-Franken kommen auf 1000 Einwohner 9,2 Studierende, im Landkreis Schwäbisch Hall sind es nur 2,7. Mit diesen erschreckenden Zahlen ist die Region das Schlusslicht im Land. Und sie wird, trotz aller Anstrengungen in Heilbronn, Schwäbisch Hall und Künzelsau die rote Laterne noch auf lange Zeit behalten.

Das hat ganz wesentlich damit zu tun, dass es in Crailsheim, der drittgrößten Stadt in der Region, keinen einzigen Studienplatz gibt. Dieses Manko wird schon lange kritisiert, aber Klagen hilft nicht weiter. Angesichts sinkender Einwohnerzahlen wird sich das Land hüten, weiteren Ablegern von Hochschulen zuzustimmen.

Die kleine Chance, die überhaupt noch bleibt, ist ein kraftvoller Impuls aus der Crailsheimer Wirtschaft. Das hat der neue IHK-Präsident Harald Unkelbach bei seinem ersten Auftritt in Crailsheim im HT-Forum klargestellt. Nur wenn die Raumschaft Gebäude zur Verfügung stellt, oder für einen Neubau sorgt, nur wenn Professuren gestiftet werden, nur wenn Geld für den Betrieb der Hochschuleinrichtung bereitgestellt wird, nur dann könnte es sein, dass das Land doch noch Geld für eine Hochschuleinrichtung in der Stadt gibt.

Vor mehr als 250 Jahren hätte Crailsheim Universitätsstadt werden können. Doch der frühe Tod einer Markgräfin in Ansbach sorgte dafür, dass nun Erlangen und Nürnberg diesen Titel führen dürfen. Crailsheims Chance ist minimal. Wer sie nutzen will, muss bereit sein, viel Geld aufzubringen - und das kann nur die Wirtschaft.

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