KOMMENTAR: Bargeld nicht doch die bessere Lösung?

In Zeiten, in denen eine Sau nach der anderen durchs mediale Dorf getrieben wird, sollte man mit Worten wie "Skandal" vorsichtig sein. Ein starkes Stück aber ist das ganz bestimmt: Supermärkte, die Wertgutscheine von Asylbewerbern annehmen, müssen dafür auch noch bezahlen. Ein Kommentar von Sebastian Unbehauen

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"Der Landkreis erhebt keine Gebühr", lässt die Kreisverwaltung das HT zwar wissen. Aber: Der Landkreis hat ein privates Unternehmen beauftragt, das das Wertgutschein-Geschäft abwickelt - und eben doch eine Gebühr verlangt.

Es handelt sich um Sodexo, einen französischen Großkonzern mit mehr als 400 000 Mitarbeitern, nach eigener Aussage ein "Partner für Services der Lebensqualität". Im Angebot sind Dienstleistungen - etwa Catering - zum Beispiel für Industrieunternehmen, Behörden, Kindertagesstätten, Militärbasen. Und eben auch der "Wertgutschein Pass" für Asylbewerber.

Man könnte es einem Supermarkt-Betreiber nicht verdenken, wenn er sagt: So nicht! Schließlich ist die Annahme von Wertgutscheinen sowieso schon mit einem höheren Aufwand verbunden. Die Leidtragenden sind dann freilich die Asylbewerber, die nicht mehr vor Ort einkaufen können und deren kleines Taschengeld für den Transport draufgeht. Angesichts dessen stellt sich die Frage: Wäre Bargeld nicht doch die bessere Lösung?

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