Könige singen Rekord ein

Die Sternsinger hatten im Landkreis Hall in den vergangenen acht Jahren stets um die 140000 Euro in den Büchsen. Nun sind es 10000 Euro mehr. 800 Sänger waren unterwegs, teilt das Dekanatsamt mit.

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150000 Euro für Kinder in Not haben sie gesammelt. Die Bilanz der Sternsinger im Dekanat Schwäbisch Hall - das den ganzen Landkreis umfasst - sieht in diesem Jahr noch besser aus als in der Vergangenheit. "Es sind fast 10000 Euro mehr als im Vorjahr", sagt Margarita Hüber vom Katholischen Jugendreferat. Aber es seien ja auch viele Sänger gewesen. Ihre Liste mit den Spendensummen reicht bis ins Jahr 2006 zurück. So viel wie 2013 wurde noch nie ersungen. In den Vorjahren betrug die Summe immer rund 140000 Euro. Rein rechnerisch hat in diesem Jahr jeder Sternsinger 188 Euro "erwirtschaftet" und - grob gerechnet - jeder erwachsene Landkreisbewohner einen Euro gespendet.

Das viele Geld für den guten Zweck kam nicht von alleine rein. Tagelang waren sie mit Stern, gesegneter Kreide und den immer schwerer werdenden Sammelbüchsen in den Straßen der verschiedenen Orte unterwegs. "20*C+M+B+13", Christus Mansionem Benedicat, hatten sie über unzählige Türen geschrieben und ebenso oft ihre Lieder gesungen, teilt das Dekanat mit.

"Es ist klasse, dass wir den Kindern in den armen Ländern helfen können", freute sich auch die elfjährige Chantalle aus Großallmerspann. Mit ihren Freunden und Freundinnen hatte sie sich festlich in die königlichen Gewänder von Kaspar, Melchior und Balthasar gehüllt. Begleitet wurden die 800 kleinen Könige im Dekanat Schwäbisch Hall von insgesamt 283 jugendlichen und erwachsenen Betreuern.

"Wir sind froh, dass wir in unseren Kirchengemeinden so viele Kinder haben, die mit Begeisterung bei der Aktion dabei sind. Vergessen darf man aber auch nicht die Jugendlichen und Erwachsenen, die das Sternsingen als Begleiter erst möglich machen", freute sich Dekanatsjugendreferent Thorsten Wassermann. Bereits im Vorfeld der Aktion hatten sich die Sternsinger auf das Leitwort "Segen bringen - Segen sein" und das Beispielland Tansania vorbereitet. Bundesweit machten die Sternsinger mit ihrer Aktion auf die Lebenswirklichkeiten von armen Kindern aufmerksam. Die Sternsinger wollen dazu beitragen, dass sie weltweit gesund aufwachsen können und Solidarität erfahren, schreibt das Dekanat in einer Mitteilung.

Die Aktion Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Geldern aus der Aktion rund 2000 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden. Waisenkindern, Kindern mit Behinderungen, ehemaligen Kindersoldaten sowie hungernden, kranken und vernachlässigten Kindern wird mit den Sternsingergeldern geholfen. Rund um den Jahreswechsel waren in allen Teilen Deutschlands geschätzt 500000 Kinder als Sternsinger unterwegs.

Bilanz Im Altkreis Hall haben 394 Sternsinger 82488 Euro gesammelt. Im Altkreis Crailsheim waren es 321 Kinder, die 53912 Euro ersungen haben. Im Limpurger Land kamen bei 85 Kindern 13600 Euro zusammen.

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