Knappe Mehrheit: Gemeinderat Sulzbach-Laufen schafft 32 neue Begräbnisplätze

Für die Sulzbach-Laufener Räte war das ungewohnt: nicht nach finanziellen, nach gestalterischen Gesichtspunkten sollten sie Urnenstelen auswählen.

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In Fichtenberg sind die Urnenstelen, die nun in Sulzbach aufgestellt werden, seit Jahren in Gebrauch. Archivfoto: riif  Foto: 

Um dem wachsenden Bedarf nach Urnenbeisetzungen gerecht zu werden und neue Bestattungsformen anzubieten, hatte der Sulzbach-Laufener Gemeinderat im letzten Jahr entschieden, Urnenstelen aufzustellen - zunächst nur auf dem Friedhof in Sulzbach, später auch in Laufen. Nun ging es darum, welche Art Stelen es werden sollen.

Verbandsbaumeister Manfred Sonner hatte dazu drei Angebote eingeholt. Komplett durch fiel eine futuristische Variante aus Edelstahl, die auch etwas teurer wäre. Sie gefiel keinem der Räte. Bei den anderen beiden Varianten war man geteilter Meinung. Preislich lagen sie nahe beeinander.

Eine knappe Mehrheit von sieben Stimmen erhielt schließlich das Angebot der Firma Urnenbestattungssysteme Walz aus Villingen-Schwenningen, die auch die Stelen in Fichtenberg geliefert hatte. 17 493 Euro kosten die beiden Stelen aus Aludruckguss, die jeweils 16 Kammern enthalten, in denen jeweils bis zu zwei Urnen Platz finden. Mit enthalten sind einheitliche Urnengrabtafeln aus Granit, die dann jeweils mit den Daten des Verstorbenen versehen werden können. Der Vorteil dieser Lösung: Sie ist deutlich pflegeleichter. "Da geht man alle zwei Jahre mit dem Hochdruckreiniger drüber, dann sind die wieder wie neu", erklärte Sonner.

Bei Beton, so Sonner weiter, erhielten die Stelen dagegen im Lauf der Zeit eine Patina, die man nicht abwaschen könne. Dennoch gefiel Räten wie Christoph Ulmer auch diese Lösung - nicht nur, weil diese Stelen in Kreuzform Platz für jeweils 24 Kammern böten.

Ihn überzeuge vor allem die überstehende Dachplatte, die das Wasser von den Grabkammern abhält, sagte Ulmer. Sein Kollege Hans Moll dagegen machte sich vehement für das Alumodell stark: "Das passt einfach gestalterisch besser. Wir haben schon genug solche Klötze auf dem Friedhof."

Insgesamt 45 000 Euro stehen der Gemeinde für dieses Projekt zur Verfügung, davon ein Haushaltsrest aus dem Vorjahr mit 24 000 Euro. Fundament und Pflasterarbeiten erledigt der Gemeinde-Bauhof in Zusammenarbeit mit örtlichen Firmen, bei denen man Baustoffe beziehen und die nötigen Maschinen ausleihen möchte.

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