Klenk will 80 Stellen streichen

Nach der Übernahme der Klenk Holz AG durch den amerikanischen Finanzinvestor Carlyle kommt nun Bewegung ins Unternehmen. Auf der einen Seite soll Personal abgebaut, auf der anderen investiert werden.

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Grundsätzlich will sich das neue Management des Sägeuntenehmens aus dem Rottal nicht zu den anstehenden Veränderungen äußern. Am Mittwoch wurde jedoch die Belegschaft über einige interessante Details informiert. So kündigte Carlyle für die gesamte Gruppe Investitionen in einer Größenordnung von 20 Millionen Euro an. Zwischen sechs und acht Millionen Euro sollen in Oberrot in die mittlerweile völlig herunter gewirtschaftete Anlagentechnik gesteckt werden.

Carlyle möchte im Gegenzug Personal abbauen. Es ist die Rede davon, dass in Oberrot 80 Beschäftigte gehen sollen. In der Verwaltung sei ein Personalabbau in der Größenordnung von 13 Stellen angedacht, den Rest möchte man in der Produktion einsparen.

Wer will freiwillig gehen?

Ein in der Vergangenheit erstelltes Organisations- und Effizienz-Gutachten hat eine wesentlich umfangreichere Stellenstreichung empfohlen. Der neue Hausherr hofft nun, dass sich im Rottal freiwillig 80 Beschäftigte finden, die gehen möchten. So käme Carlyle um einen teuren Interessenausgleich und Sozialplan herum.

Grundsätzlich will sich der Sägekonzern künftig moderner, personell schlanker und am Ende auch ertragreicher präsentieren. Dafür werden weitere Hausaufgaben zu machen sein. In der Vergangenheit war der Geschäftsleitung zum Beispiel vielfach nicht bewusst, mit welchen Produkten Geld verdient wird und mit welchen nicht.

In der Belegschaftsinformation sei darüber nicht gesprochen worden, heißt es. Unter anderem gibt die Firma Klenk die Produktion von Palettenklötzen auf, nachdem in Kürze ein Liefervertrag mit einem Kunden aus München ausläuft und dieser die Klötze ab sofort selbst produziert. Ein weiterer Punkt, der den Klenk-Betriebsrat in absehbarer Zeit beschäftigen könnte, ist die im Raum stehende Auflösung der Aktiengesellschaft. Eine Aufsplittung des Unternehmens in einzelne Gesellschaften würde Carlyle im Fall des Falles die Zerschlagung und den Verkauf des Unternehmens erleichtern.

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