Klare Verhältnisse auf der größten Baustelle

Die Arbeiten an der Sanierung und Erweiterung der Sulzbach-Laufener Kläranlage gehen gut voran. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat weitere Arbeiten für das Projekt.

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Noch etwa ein Jahr, dann wird das derzeit größte und umfangreichste Projekt der Gemeinde Sulzbach-Laufen fertig sein, die Erweiterung der Kläranlage. "Wir sind relativ weit, und auch finanziell bewegen wir uns noch sehr gut unter dem Ansatz", teilte Bürgermeister Markus Bock kürzlich den Gemeinderäten mit. Vor der nächsten Sitzung wollen sie sich persönlich von den Baufortschritten überzeugen.

Zum Angebotspreis von 21 458,39 Euro erhielt die Firma Herwi-Barta GmbH aus St. Johann einstimmig den Zuschlag für den Austausch und die Erneuerung der Labortechnik. Den Auftrag für einen Entwässerungscontainer erhielten die Firmen Ebert und Kugler zum Angebotspreis von brutto 32 916,44 Euro. Ebert, ohnehin auf der Baustelle tätig, wird dabei die Erd- und Betonarbeiten ausführen, die Firma Kugler liefert den eigentlichen Container und stellt ihn auf. Notwendig ist dieser, wenn etwa Pumpschächte abgesaugt werden. Der nasse Schlamm kommt in den Container und trocknet dort ab, der getrocknete Schlamm wird dann entsorgt.

Die Firma Ebert aus Abtsgmünd-Pommertsweiler wird auch die Waschplatte bauen, für die mit Kosten von rund 65 000 Euro gerechnet wird. Das klingt teuer für einen Waschplatz, ist jedoch notwendig, so Bürgermeister Bock. Hier werden unter anderem Pumpen zerlegt und gereinigt. Bei 44 bis 45 Pumpen, die im Bereich der Abwasseranlagen im Einsatz sind, ist dies immer wieder der Fall. Weil dabei auch Mineralöle anfallen, müssen Waschplätze so angelegt werden, dass nichts ins Grundwasser versickert. Das Schmutzwasser wird abgeleitet und läuft noch durch einen Abscheider, der die Öle herausfiltert. Bislang konnte dies im Bauhof erledigt werden - die dortige Anlage ist jedoch veraltet und kann nur noch maximal bis 2016 betrieben werden. Zudem, so der Schultes, sei es auch hygienisch bedenklich, wenn verschmutzte Pumpen zum Bauhof transportiert werden müssen. Eine solche Einrichtung ist auch im Nachhinein förderfähig - mit einem hohen Fördersatz.

Hans Moll schlug im Zuge der Beratungen vor, das Gelände der Kläranlage künftig für die Leistungsabzeichen der Feuerwehr zu nutzen. Für die Schlauchübungen wird "Strecke" gebraucht. Bisher konnte man auf dem Werksgelände einer heimischen Firma üben, das gehe nun nicht mehr. Hundert Meter Strecke und ein unterirdischer Tank fürs Löschwasser - mehr brauche die Wehr nicht. Das sei beides da, bestätigte Bürgermeister Bock. Bereits jetzt existiert auf dem Gelände ein Quellschacht, der als Brauchwasser genutzt wird. "Möglich wäre es auf jeden Fall," so Bock, "wenn es der Feuerwehr nichts ausmacht, auf der Kläranlage zu üben."

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