Kirchenaustritt: Zwei Kandidaten nehmen Stellung

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"Sag, wie hältst dus mit der Religion?" - diese Frage scheint in Fichtenau eine große Rolle im Bürgermeister-Wahlkampf zu spielen: Beim HT-Forum machte ein Bürger keinen Hehl daraus, dass er ein Gemeindeoberhaupt, das aus der Kirche ausgetreten ist, "nicht akzeptieren kann".

Derlei harsche Kritik zielte nicht auf den Amtsinhaber Martin Piott, der den Schoß der (evangelischen) Amtskirche noch nie verlassen hat und Probleme "lieber innerhalb der Kirche löst als durch einen Austritt".

Der religiöse Maßstab wurde vielmehr an die beiden Konkurrenten angelegt. Steffen Kern hat die katholische Kirche verlassen, weil er "mit vielen Dingen nicht mehr einverstanden war". Seinen christlichen Glauben habe er dadurch aber nicht verloren - und es wurde sehr still in der Halle, als Steffen Kern seine militärischen Einsätze im Jugoslawien-Krieg erwähnte: "Als Soldat und Pilot macht man sich vielleicht mehr Gedanken über Himmel und Tod als andere Menschen."

Um Toleranz in Glaubensfragen bat auch Carsten Prange. Er hat der evangelischen Konfession den Rücken gekehrt, weil er mit der Kirche als Institution seine Probleme hatte und nicht mit dem Glauben an sich: "Wenn ich mit meinem Herrgott alleine sein will, dann spaziere ich durch den Wald."

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