Kirchberger Schüler im Bann des Lagunen-Ungeheuers

Zum Auftakt der Kirchberger Literaturtage im Vorfeld des Büchermarktes am Samstag, 15. Juni, hat die Kinder- und Jugendbuchautorin Nina Blazon an der August-Ludwig-Schlözer-Schule gelesen.

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Die Fantasy-Erfolgsautorin Nina Blazon fesselte das jugendliche Kirchberger Publikum mit dem Fluch der schwarzen Gondel. Foto: Hartmut Volk

Als Leiterin der Stadtbücherei ist es für Anne Hirschle-Zimmermann ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche für das Lesen und die Welt der Literatur zu begeistern. Die Kirchberger Literaturtage beginnen deshalb traditionell mit einer Lesung für Schüler durch einen ausgesuchten Jugendbuchautor.

Für 2013 fiel die Wahl der Büchereileiterin auf die Autorin Nina Blazon, die vor zehn Jahren ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte und dafür gleich mit dem renommierten Wolfgang-Holbein-Preis für fantastische Literatur ausgezeichnet wurde. Die Senkrechtstarterin im Bereich Fantasy ist im deutschsprachigen Raum seitdem die bekannteste und erfolgreichste Autorin dieses Genres und hat inzwischen 25 Bücher geschrieben.

Als studierte Slawistin ist Blazon in der Volkskunde bewandert. Das Erfolgsrezept der 44-Jährigen liegt darin, dass sie alte Mythen, Sagen und Legenden mit sorgfältig recherchierten historischen und geografischen Fakten verknüpft, die die Kulisse abgeben für ihre spannenden Geschichten der jugendlichen Protagonisten aus unserer Zeit.

In Kirchberg stellte die Bestseller-Autorin ihr jüngstes Werk "Laqua" vor. Der Untertiel lautet "Der Fluch der schwarzen Gondel" und spielt an auf die mysteriösen Geheimnisse um einen grauenvollen Unbekannten, den ein alter Fluch in den Lagunen Venedigs festhält, wo er bis heute sein Unwesen treibt.

Das Geschwisterpaar Kristina und Jan verbringt ungewöhnliche Weihnachtsferien bei seiner grantigen Urgroßmutter in ihrem heruntergekommenen Palazzo in der Lagunenstadt, wo merkwürdige Dinge geschehen und unheimliche Schattenwesen auftauchen. Auf einer abenteuerlichen Jagd durch die historischen Gassen und Plätze erfährt der junge Leser ganz nebenbei vieles über die Geschichte Venedigs, und die atmospärisch-dichte, bildhafte Beschreibung der Autorin, verbunden mit witzigen Dialogen der handelnden Personen, schlägt ihn von der ersten bis zur letzten Zeile des 370 Seiten starken Werkes in seinen Bann.

Auch die Neun- bis Zwölfjährigen Schlözer-Schüler in der Kirchberger Festhalle fesselte Nina Blazon mit der Geschichte der beiden Kinder, die einem alten Familiengeheimnis auf die Schliche kommen. Beleg dafür war nicht zuletzt das laute "Ja" der Kinder auf die Frage der Autorin, ob sie denn noch weiterlesen solle. Da hatten ihr die Nachwuchs-Leseratten bereits eine ganze Stunde lang gebannt zugehört.

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