Kirchberg: Esbachbrücke erheblich teurer

Wann die marode Brücke über den Esbach durch einen Neubau ersetzt wird, ist unklar. Der Kirchberger Gemeinderat hat am Montag die Entscheidung über die Vergabe der Bauarbeiten vertagt.

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Mit Balken und Schrauben wird die Brücke über den Esbach provisorisch zusammengehalten. Foto: Erwin Zoll

Lange Gesichter spiegelten bei der Sitzung im Hornberger Bürgerhaus das Problem wider: Die Erneuerung der Esbachbrücke wird wohl erheblich teurer als geplant. 175.000 Euro hat die Stadt im Haushaltsplan 2013 für das Ersatzbauwerk bereitgestellt, die Ausschreibung hat jetzt jedoch ergeben, dass der billigste Bieter 216.000 Euro für eine Stahlbetonbrücke mit Sichtbeton haben will - und in diesem Betrag sind das entsprechend höhere Ingenieurhonorar in einer Größenordnung von 30.000 Euro noch gar nicht enthalten. Die Ausführung der Brücke mit einer Verblendung aus Muschelkalk würde im günstigsten Fall sogar 245.000 Euro plus Honorar kosten.

Zur Finanzierung hat die Stadt einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock beantragt. Dabei hatte sie die vom Niederstettener Ingenieurbüro Metzger ermittelten Baukosten von 175.000 Euro zugrundegelegt, von denen 75 Prozent, also rund 131.000 Euro, vom Land übernommen werden sollten. Diesen Zuschuss gibt es jedoch nur für die günstigere Variante, also für eine Brücke aus Sichtbeton - ein Grund, warum in der Diskussion die Frage der Gestaltung der Brücke, die die einzige Zufahrt zu den Häusern in Hornberg im Tal darstellt, keine große Rolle spielte. Vielmehr kreiste die Debatte um die erhebliche Abweichung des Ausschreibungsergebnisses von den berechneten Baukosten. "Es ist ärgerlich, dass wir da irgendwo einen Fehler gemacht haben", meinte Stadtrat Michael Kochendörfer, während Robert Schmid-Denkler sogar die Frage aufwarf, ob die Mehrkosten auf das Ingenieurhonorar angerechnet werden könnten.

Seine Hoffnungen setzt der Gemeinderat auf einen Erhöhungsantrag, den die Stadt beim Ausgleichsstock stellen darf. Am 22. Juli will das Stadtparlament erneut über die Esbachbrücke beraten. Dann könnte es auch um die Frage gehen, ob die Bauarbeiten erneut ausgeschrieben werden. Viel Zeit, das Problem zu lösen, ist nicht mehr, denn das Ingenieurbüro Metzger, unter dessen Regie die Brücke provisorisch gesichert worden ist, lehnt laut Bürgermeister Ohr die Verantwortung für das Bauwerk für einen weiteren Winter ab.

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