Kinderspielplätze im Blick

Die Spielplätze der Gemeinde Rosengarten sollen ab dem Jahr 2014 überprüft werden. Regierungsinspektoranwärterin Dorothea Ulmer stellte dem Gemeinderat ein Bedarfsplanungskonzept vor.

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Dorothea Ulmer nimmt am Spielplatz in der Straße "Wasserturm" in Rieden die Spielgeräte genau in Augenschein. Die Anwärterin für den Beruf einer Regierungsinspektorin macht in der Gemeinde Rosengarten ein Praktikum. Foto: Marc Weigert

In den sechs Ortsteilen der Gemeinde Rosengarten gibt es 17 Spiel-, Grill- und Bolzplätze. Für sie wurden jährlich 51392 Euro ausgegeben. Eine Bedarfsplanung für die Plätze würde es ermöglichen, notwendige Veränderungen vorzunehmen. Dies wird auch wegen des demografischen Wandels und der rückläufigen Geburtenzahlen nötig. "Wir brauchen wohl keine 17 Plätze mehr, müssen aber verschiedene Standorte verbessern", berichtete Bürgermeister Jürgen König.

Dorothea Ulmer absolviert bei der Gemeinde ein Praktikum. Sie ist Regierungsinspektoranwärterin. "Ich wollte eine kleinere Gemeinde unter dem Thema ,Kommunalpolitik und Führung kennenlernen. In die Arbeit von Bürgermeister König bin ich gut eingebunden", berichtete sie. "Wir haben uns darauf verständigt, dass sie einen Tagesordnungspunkt selbständig erarbeitet und vorträgt. Das Thema ist ,Bedarfsentwicklung Kinderspielplätze. Es wird uns in den nächsten Jahren intensiver beschäftigen", erläuterte der Bürgermeister.

Zur Erfassung des Ist-Zustandes gehören Lage, Qualitätszustand, Umgebung und Besonderheiten. Als Beispiel nannte die Praktikantin den Spielplatz Weidig in Rieden. Er ist für Kinder bis zu sechs Jahren geeignet. Geprüft werden Einzugsgebiet und Nutzung. Sie erläuterte die Bedarfsermittlung. Dazu gehören die Betrachtung der Gesamtsituation mit Kinderwohnort, das Alter im Einzugsgebiet und das Nutzungsverhalten der Kinder.

Als Richtwerte legt sie die Nutzung für Kinder bis zu sechs Jahren mit Entfernung von zwei Minuten (bis 200 Meter), bis zwölf Jahre fünf Minuten (bis 450 Meter), und bis 18 Jahre zehn Minuten (1000 Meter) zugrunde. Pro Einwohner sollten 2,4 Quadratmeter Fläche angesetzt werden. Aufgezeigt wurden von ihr Maßnahmen bei Unter- oder Überbedarf. Ist ein Spielplatz entbehrlich, könnte er verkauft, zum Naherholungsgebiet, oder, von ihr favorisiert, zum Mehrgenerationenspieplatz umgewandelt werden. Rosengarten sei qualitativ und quantitativ gut aufgestellt, lautet Ulmers Bewertung. Der Rat hat beschlossen, in den nächsten Jahren mit externen Beratern weitere Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten.

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