Kinder bauen Kontakt aus

Mit Schulranzen und selbst gemalten Porträts wurde der erste Kontakt geknüpft, es folgten Briefe und Bilder, und jetzt schicken Kreßberger Kinder einen ganz besonderen Ordner nach Weißrussland.

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Die Schüler der Klasse 3a zusammen mit Klassenlehrerin Tilla Klinger, Elternvertreterin Sonja Krieger und Vorstandsmitgliedern des Vereins Weißrusslandhilfe bei der Übergabe der Briefe und Bilder für weißrussische Kinder. Foto: Wolfgang Rupp

Sie ist neun Jahre alt, wohnt in Gomel, lebt mit ihrer Mutter zusammen, hat eine Katze, heißt Anna und hat ein Problem mit der Wirbelsäule. "Mein rechtes Bein ist einen Zentimeter kürzer und deswegen müssen wir viel Geld für Behandlungen ausgeben. Deswegen freuen meine Mutter und ich uns ganz arg, wenn wir Ihre Hilfe bekommen." Dieser Brief hängt an einer im Foyer der Schule am Kreßberg in Marktlustenau aufgestellten Litfaßsäule. Es ist ein Schreiben und ein Foto von 16, die an die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a gerichtet sind. Die Buben und Mädchen hatten dem Verein Weißrusslandhilfe Schulranzen gespendet, die mit nützlichen und leckeren Dingen gefüllt waren. Bereits zwei Jahre vorher hatten sich zwei zweite Klassen dieser Schule auf gleiche Weise an der Hilfsaktion beteiligt. Inzwischen haben sich die beschenkten Kinder aus dem weit entfernten Land mit Briefen, Fotos und Bildern vorgestellt und bedankt. Der Kontakt ist also hergestellt und soll jetzt weiter ausgebaut werden.

So haben die Schülerinnen und Schüler der 3a mit Klassenlehrerin Tilla Klingler und mit Unterstützung von Elternvertreterin Sonja Krieger und Rektor Siegfried Köhnlein einen Ordner zusammengestellt, der beim Hilfstransport Mitte April mit nach Gomel geht. Dort werden die Briefe, Bilder und Fotos von Nicole und Elana, Lucas und Jonah, Anna und Hannes an Dascha und Wladik, Arina und Vera, Nikita und Zenya verteilt. Diese werden dann manches über die Eltern, Geschwister, Hobbys und Lieblingsbücher der Kinder aus Kreßberg erfahren, die sich wiederum für die "schöne Post" aus Weißrussland bedanken. "Wir möchten auf diese Weise eine Brücke zwischen Kindern bauen, deren Heimat sich in vielen Bereichen deutlich unterscheidet", sagte der Vorsitzende Reinhold Kett, als er mit Robert Fischer und Konrad Linke den Ordner übernahm. "Vielleicht lernen sich die Kinder auch mal persönlich kennen." Der Verein plant nächstes Jahr einen weiteren Ferienaufenthalt für Kinder aus Weißrussland. Köhnlein würde diese Kinder liebend gerne auch in das Schulleben in Marktlustenau miteinbeziehen. Auf diese Weise könnte der Kontakt zwischen den Kindern aus unterschiedlichen Ländern auf wertvolle Weise mit Leben erfüllt werden.

Info Zur Finanzierung des nächsten Ferienaufenthaltes für weißrussische Kinder findet morgen um 15 Uhr in der Gemeindehalle in Haselhof ein unterhaltsamer Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, Musik und Tanzvorführungen, Trachtenmodenschau und Theateraufführung statt.

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