Kinder bauen bei Projekt Pappstadt - eine Stadt für Kinder

Zum ersten Mal geht das Bauprojekt "Pappstadt - eine Stadt für Kinder" im Jugendhaus in Schrozberg über die Bühne. 23 Kinder werkeln seit vergangenem Dienstag an ihren eigenen Häusern.

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Die "Städtebauer" im Jugendhaus "Güterschuppen" in Schrozberg: Zwei Dutzend Kinder setzen dort aus Pappschachteln ihre ganz eigenen Vorstellungen vom Hausbau um.  Foto: 

Der Basteltag beginnt für die Kinder mit einer Kleinigkeit zu essen, bevor sie gestärkt entweder einzeln oder manche auch in Gruppen an ihren fantasievollen Häusern weiterbauen.

Vom Märchenschloss über ein Hochhaus bis hin zum modernen Domizil mit Balkon ist hier alles vertreten. Manche Teilnehmer des Projekts haben sogar Tische und Stühle und auch Bilder oder Kleiderhaken gebaut.

"Das Material haben wir von lokalen Firmen gespendet bekommen", erklärt der Sozialpädagoge Claus Mönikheim, der zusammen mit Jürgen Probst (er absolviert gerade sein Anerkennungsjahr als Erzieher) und Marion Degler, die im Jugendhaus als 25-Prozent-Betreuerin arbeitet, die "Bauleitung" in der Pappstadt übernommen hat.

Die Firmen Factory Outlet Center und Martens Blasinstrumente haben seit Längerem Pappschachteln gesammelt, und die Zimmerei Klöpfer aus Schrozberg stellte Holzlatten und Nägel zur Verfügung, weshalb das Projekt für die Kinder auch kostenlos ist. Das Werkzeug wurde von der Schrozberger Schule ausgeliehen.

Genaue "Bauvorschriften" gibt es zwar keine, und die Kinder können ganz nach ihren eigenen Vorstellungen werkeln, die Häuser müssen später aber transportabel sein.

In der Pappstadt stehen Schlösser neben Hochhäusern

Denn beim Schrozberger Jacobi-Sommerfest im Juli wird das Jugendhaus wieder mit einem Wagen beim Umzug dabei sein. "Dort werden wir die Häuser dann den Zuschauern präsentieren", erklärt Mönikheim. Ein paar Kinder werden die fertigen Häuser aber auch mit nach Hause nehmen, um so noch weiter ihren Spaß daran zu haben.

In Großstädten gibt es schon länger Kinderprojekte dieser Art. Jedoch werden hier auch verschiedene Ämter und Berufe wie Bürgermeister, Bäcker oder Arzt unter den Kindern vergeben. In der "Schrozberger Pappstadt" gibt es so etwas dieses Jahr noch nicht, "da dafür die Zeit einfach zu knapp ist und wir mehr Betreuer bräuchten", erklärt Claus Mönikheim.

Durch diese Projektwoche, die noch bis zum heutigen Freitag geht, sind manche Kinder auch das erste Mal im Jugendhaus, was die Betreuer natürlich sehr freut. Und die Kinder fühlen sich auch sichtlich wohl, denn zwischen dem Bauen wird ausgiebig miteinander gespielt. Streit unter den kleinen Baumeistern gab es seither nicht, denn jeder hat seinen Freiraum, und Baumaterial ist genügend vorhanden, sodass niemand zu kurz kommt. Bei schwierigeren Arbeiten, wie zum Beispiel das Zuschneiden der Kartons, stehen die Betreuer helfend zu Seite. Das Hämmern und Kleben lassen sich die Kinder jedoch nicht nehmen.

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