Kettenbagger steht schon seit November im Schlamm des Mainhardter Lammsees

Ideal wären eine Trockenperiode von 10 bis 14 Tagen oder aber mäßige Nachtfröste um etwa minus fünf Grad. Dann könnte der Schlamm aus dem Mainhardter Lammsee gebaggert werden.

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Still ruht der See. Sehr still. Denn nicht einmal Wasser ist im Mainhardter Lammsee. Das wurde schon im Spätherbst 2013 abgelassen. Stattdessen steht ein Kettenbagger am Ufer. Schließlich soll der Schlamm ausgebaggert werden.

"Wir können erst bei geeignetem Wetter loslegen", sagt Ortsbaumeister Benjamin Müller. Das wäre entweder eine Trocken- oder eine leichte Frostperiode.

Den Auftrag zur Entschlammung hat die Firma Höhmann aus Geißelhardt im beschränkten Vergabeverfahren erhalten. "Bezahlt wird nach Kubikmetern Schlamm", führt Müller aus. Wie viele davon auf dem Seegrund liegen, weiß auch er nicht exakt. 100 bis 200 Kubikmeter dürften es sein, so seine Schätzung.

Zuletzt in den 80ern entschlammt

Die Schichtstärke liege zwischen 50 und 80 Zentimeter. In der Mitte sei sie besonders dick. Dort hat der Ortsbaumeister aber nicht nachgemessen, weil er nicht bis zum Bauch versinken möchte. In den 80er Jahren ist der See zum letzten Mal entschlammt worden.

"Das Material ist zum größten Teil vom Ufer abgetragen worden", weiß Müller. Ein deutlich geringerer Teil stamme von den Exkrementen der Fische. Vier Karpfen, etliche Weißfische und Goldfische (wohl von Privatleuten ausgesetzt) hatten dort bis zum Abfischen gelebt.

Damit der Schlamm vom Ufer nicht wieder in den See gespült wird, soll es mit etwa kopfgroßen Wasserbausteinen befestigt werden. Solche Bruchsteine aus Muschelkalk könnten aus dem Steinbruch in Wittighausen kommen. Den Schlamm will die Gemeinde in Erdlagern des Bauhofs in Dennhof oder Stock zwischenlagern. Wenn der Humus trocken ist, kann er auf Felder ausgebracht oder für Blumenbeete verwendet werden. Im Labor ist der Schlamm bereits untersucht worden. "Absolut unproblematisch", versichert Müller.

Fische kommen von alleine

Die Baggerarbeiten könnten drei Tage dauern, meint der Fachmann. Dann solle die Umgebung des Sees, der nach dem Abriss eines Hauses von der Kreuzung der B 14 aus gut zu sehen ist, neu gestaltet werden. Wege und Bänke sollen in dem kleinen Naherholungsgebiet aufgestellt werden. Fische wolle die Gemeinde nicht einsetzen. "Die kommen durch Flugenten oder Fischreiher von selber", so Müller.

"15.000 Euro sind für die Entschlammung im Haushalt vorgesehen und 20.000 Euro für die Umgestaltung", beziffert Kämmerer Friedmar Wagenländer den finanziellen Rahmen.

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