Keine Spur vom Winter

Im Januar lässt der Winter auf sich warten, stellt Martin Melber, Wetterbeobachter aus Westheim, fest. In Tallagen gab es nur einen Schneetag.

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"In Westheim lag nur an einem Tag eine dünne Schneedecke. Das ist selten aber es gibt auch noch vier Januarmonate seit 1985 in denen gar kein Schnee lag", so Melber. Der Schnee kam auch erst zu Monatsende. Am 28. Januar lag vorübergehend in den Tallagen eine ein Zentimeter hohe Decke, auf den Anhöhen des Landkreises (Mainhardt oder Fichtenau) gab es wenigstens an fünf Tagen eine dünne Schneedecke. Schlittenfahren oder Skifahren war jedoch nicht möglich.

Martin Melber errechnete für Januar eine Monatsmitteltemperatur von 3,3 Grad. Das ist gegenüber dem langjährigen Soll von -0,6 Grad um 3,9 Grad zu warm. In der 29-jährigen Wetterchronik gibt es nur vier wärmere Januare, den wärmsten im Jahr 2007 mit 5,1 Grad. Den kältesten Januar notierte Martin Melber im ersten Beobachtungsjahr 1985 mit -6,1 Grad.

Die Monatshöchsttemperatur hat der Wetterbeobachter am 8. Januar mit frühlingshaften 15,3 Grad abgelesen. An diesem Tag rückten in Hall einige Cafés Stühle nach draußen, damit die Gäste dort Platz nehmen konnten. Die Monatstiefsttemperatur folgte wenige Tage später: Am am 13. Januar notierte Melber -3,4 Grad. "Das ist mit Abstand das höchste Monatsminimum seit Messbeginn", stellt er fest. Die absolut tiefste Temperatur in den vergangenen 29 Jahren waren eisige -29 Grad im Januar 1985.

Es gab nur 12 Frost- und 17 Bodenfrosttage, normal wären 21 Frosttage. Nur im Januar 1994 und 2007 gab es noch weniger Frosttage. Eistage und damit 24-stündiger Dauerfrost gab es keinen. Nur noch in drei weiteren Januaren blieb der Dauerfrost aus. An 21 Tagen fiel messbarer Niederschlag. Insgesamt hat Melber 61,7 Liter pro Quadratmeter gemessen, das sind 88 Prozent des Solls von 70 Litern. Die Spanne zwischen dem trockensten und niederschlagsreichsten Januar ist groß: Sechs Liter Niederschlag gab es 1996, während im Januar 1987 179 Liter pro Quadratmeter als Regen oder Schnee niederfiel.

An fünf Tagen gab es im Kreis Hall Schneeregen. Als heiter konnte kein einziger Tag eingestuft werden. Den 12. Januar hat sich Melber besonders gemerkt: Es gab eine extreme Inversionslage mit Nebel im Tal und Sonne auf den Anhöhen.

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