Keine personellen Konsequenzen beim Roten Kreuz

Der DRK-Kreisverband hält an seinem Geschäftsführer fest - trotz offensichtlicher Management-Fehler. Zuletzt wurde das Pflegestift Vohenstein verkauft.

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    Rainer Gebhardt, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands. Foto: Marc Weigert
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Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes ist in den vergangenen Jahren in die Miesen abgerutscht. Mit ein Grund: Das Haus Vohenstein in Westheim war in der vorhandenen Struktur nicht rentabel führbar. Doch Vorstand und Geschäftsführung reagierten über Monate nicht. Das Haus zog den Kreisverband in den Schuldenstrudel. Die Notbremse erfolgte erst vor Kurzem: Das Pflegestift wurde für einen Euro an "Dienste für Menschen" verkauft.

Kreisgeschäftsführer Rainer Gebhardt, dem der damalige Kreisvorsitzende Ulrich Stückle Management-Fehler attestierte, wurde im März krank geschrieben - just in jener Zeit, als die finanzielle Situation zu eskalieren drohte. Doch auch die Rolle von Stückle ist nicht geklärt, der sich nach eigenen Worten hinter Gebhardt stellt. "Die Verantwortung für die Aufsicht lag bei mir", erklärte er.

Den Verkauf letztlich vorangetrieben hat der neue ehrenamtliche DRK-Kreisvorsitzende Dr. Karl Rosenhagen. Seit die Übergabe in trockenen Tüchern ist, ist Gebhardt wieder im Einsatz.

Zwar wird in DRK-Kreisen die Position von Gebhardt in Frage gestellt - und auch im Landesverband schaut man besorgt auf die Vorgänge - personelle Konsequenzen wird es aber nicht geben. "Gebhardt ist zurückgekehrt und wir wollen weiter mit ihm arbeiten", berichtet Rosenhagen. "Personalangelegenheiten sind Sache des Kreisverbandes", kommentiert Udo Bangerter, Sprecher des DRK Baden-Württemberg aus Stuttgart. Der Landesverband könne lediglich bei groben Verstößen gegen die Satzung eingreifen. "Die haben wir in Schwäbisch Hall aber nicht festgestellt."

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