Keine Landfrau geht baden

Eine junge Tradition, die mit viel Freude gepflegt wird, ist das Schmücken des Osterbrunnens in Vellberg. Das kostet zwei Samstage lang Zeit.

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"Der Gedanke, unseren schönen Brunnen für Ostern zu schmücken, kam anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens des Landfrauenvereins Vellberg im Jahre 2000", berichtet Brigitte Fischer, zweite Vorsitzende der Vellberger Landfrauen. In der Gruppe waren etliche Frauen bereit, mitzuschaffen.

Über die Gestaltung waren sich die Frauen rasch einig - eine große, glockenförmige Krone - und frisch ging es ans Werk. Ein handwerklich begabter Ehemann einer der Landfrauen schweißte das Grundgestell. Die Verschönerung mit Zweigen war kein Problem, denn im Stadtgraben und um die Stadtmauer herum gibt es viel Buchs. Und die Stadtverwaltung gab den Landfrauen gerne die Genehmigung, diesen zu schneiden. Auf der Pergola von Paula Wallisch wurde die Werkstatt aufgebaut - inzwischen treffen sich die Frauen bei Lilo Breitschwerdt.

Arbeitsteilung erleichtert das Werk: Ein Teil der Frauen fädelt die Eier auf, die anderen binden die Girlanden und die Krone. Zwischendurch gibts Kaffee und Kuchen und natürlich kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz, berichtet Brigitte Fischer weiter. Am Samstag darauf wird die fertig geschmückte Krone am Brunnen angebracht, werden die Girlanden festgebunden. Stets ein Balanceakt sei es, die Krone anzubringen - denn das findet über Wasser statt. "Baden gegangen ist noch niemand. Wir sind halt standhaft, wir Landfrauen", meint Fischer weiter. Zum Umtrunk mit Landfrauensprudel (Sekt) und Gebäck sind stets die Vellberger eingeladen. Fischer: "Der Osterbrunnen ist sehr gut angekommen und ist deshalb zur Tradition geworden. Wir freuen uns schon auf nächstes Ostern, wenn es wieder heißt: Osterbrunnen schmücken."

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