Katastrophe als Chance

Seit 250 Jahren begleitet die evangelische Katharinenkirche das Leben in Amlishagen. Das Jubiläum des Gotteshauses wird am 28. Juli gefeiert.

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Vor 250 Jahren nach einem verheerenden Brand neu erbaut: die Katharinenkirche in Amlishagen. Eine Besonderheit des Gotteshauses ist die "Markgräfler Wand": Altar, Kanzel und Orgel sind übereinander angeordnet. Foto: Harald Zigan

Ein verheerendes Unwetter zerstörte am 1. August 1760 nicht nur große Teile des Dorfes: Auch die bereits 1403 erstmals in einer Urkunde erwähnte Kapelle von Amlishagen brannte nach einem Blitzschlag bis auf die Grundmauern nieder.

Der damalige Schlossherr Von Holtz nutzte die Chance des Wiederaufbaues: Nach dem Vorbild des Gotteshauses in Kirchberg ließ er eine imposante Dorfkirche erbauen, die schon drei Jahre nach der Katastrophe eingeweiht wurde. Eine umfangreiche, zum Jubiläum erarbeitete Festschrift zeichnet die Geschichte der Kirche nach.

Die evangelische Kirchengemeinde in Amlishagen feiert den 250. Geburtstag der Katharinenkirche am kommenden Sonntag, 28. Juli. Das Programm: Um 10 Uhr beginnt ein Festgottesdienst mit Dekan Siegfried Jahn, der vom Posaunenchor Gerabronn/Beimbach sowie vom Gesangverein Amlishagen/Unterweiler musikalisch begleitet wird. Grußworte steuern Ortsvorsteher Hans Hacker und Gemeindereferent Nils Neudenberger bei.

Nach dem Gottesdienst wird eine Ausstellung mit Bildern einer historischen Bibel im Patronatsraum der Kirche eröffnet und die Festschrift zum Kauf angeboten.

Nach dem Mittagessen im Gemeindesaal und einem Beitrag der Jungschar hält dort Prälat Paul Dietrich um 14 Uhr einen Vortrag zum Thema "Gemeinschaft der Heiligen - ein schöner Traum? Kirche als Gabe und Aufgabe". Dr. Bertram Fink vom Landeskirchlichen Archiv stellt anschließend die Festschrift vor.

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