Kasten Bier wartet im Bach Seit 2012 feiern die Altenberger ihr "Muggafäschd"

In Altenberg ist viel los gewesen am Wochenende. Beim dritten "Muggafäschd" packen beim organisierenden Verein alle mit an.

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Festgäste zeigen die Speisekarten in Fliegenklatschenform. Die namensgebenden Insekten bleiben jedoch vom "Muggafäschd" fern. Foto: Isabelle Färber

Auf der großen Wiese am Dorfende von Altenberg stehen große Zelte und Biergarnituren. Der Verein Muggafäschd hat sich wieder viel Mühe gegeben, den Gästen einen gemütlichen Abend zu bereiten.

Jede Speisekarte sieht aus wie ein Muggabatscher. Sie bietet leckeres Essen an: Die vier Mädels Selina und Alisa Breuninger, Mara Kappes und Carolina Böhm halten zum Beispiel frisch zubereitete Crêpes bereit. "Jedes Jahr lassen wir uns was anderes einfallen, im Jahr davor hatten wir Rosenküchle", erklärt Alisa. Tradition hingegen haben die bekannten frittierten halben Hähnchen. "Dies kommt noch vom alten Dorffest, das es bis in die 1990er gab", sagt Detlef Ziegler, Erster Vorsitzender im Verein.

Nur die Fliegen machen heute wieder nicht mit. Seit zwei Jahren wollen sie einfach nicht mehr auftauchen. Aber das liegt bestimmt an den abschreckenden Fliegenklatschen, genannt Muggabatscher, die es hier zu kaufen gibt - natürlich in Fliegenform.

"Durch die Landwirtschaft und die dazugehörigen Fliegen hieß das Dorffest im Volksmund nur noch Muggafäschd", erklärt Ziegler, "wir wollten die alten Traditionen wieder aufleben lassen und gründeten den Verein. Nun gibt´s seit 2012 wieder ein gemeinsames Fest in Altenberg." Bei der Feier wird an viele gedacht. Jedes Jahr wandert eine Gruppe vom Nachbardorf Elzhausen nach Altenberg. Damit diese nicht verdursten muss, wird im Grimmbach ein Kasten Bier bereitgestellt. Das ist Nachbarschaftshilfe vom Feinsten.

So ein Fest bringt viel Arbeit mit sich und anpacken muss bei solch einer Veranstaltung jeder im Verein. Die Zelte müssen aufgebaut und der Schuppen gereinigt werden. Die Kühlung der Lebensmittel muss gewährleistet sein. Für die WM wurden noch zwei Leinwände aufgebaut, damit keiner der Gäste das Spiel Deutschland gegen Ghana verpasst.

Auch die Alkoholausgabe ist gut organisiert. Jeder Jugendliche bekommt ein Bändchen, damit klar ist, wer unter 16 oder 18 ist. Das wird von der eigenen Muggafäschd -Security kontrolliert. "Wir haben am Anfang nicht gedacht, dass so viele Leute zu unserem Fest kommen, aber jedes Jahr werden es mehr", freut sich Uwe Breuninger, Schriftführer des Vereins.

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