Kampf um die Vorherrschaft beim Wettspritzen

"Wasser marsch, Wasser marsch, Wasser marsch" - so hat es beim Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr in Hütten aus fast jeder Ecke geschallt. Insgesamt 14 Teams traten zum Wettkampf an.

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Schnelligkeit ist Trumpf: Feuerwehrleute beim Wettspritzen. Beim Sommerfest in Hütten treten 14 Mannschaften gegeneinander an.  Foto: 

Männer und Frauen in Feuerwehruniformen sitzen beisammen, stoßen auf den Höhepunkt des Sommerfests an: das jährliche Wettspritzen. Es gehe "um die Vorherrschaft im Mainhardter Wald", sagt ein Teilnehmer aus Geißelhardt.

14 Mannschaften sind zum Wettbewerb gegeneinander angetreten. "Wir wollen den anderen zeigen, wos lang geht", sagt ein junger Mann aus Hütten. "Es ist eine Frage der Ehre, zu gewinnen", heißt es aus der Abteilung Bubenorbis.

Ziel des Wettspritzens ist es, so schnell wie möglich eine Wasserversorgung aufzubauen und dann mit dem ersten Rohr eine Klappe zu Fall zu bringen. Das bedeutet: Wasser muss von einem Ort zum anderen befördert und ein Ziel getroffen werden. Neben sieben aktiven Feuerwehrmannschaften sind drei Jugendgruppen, eine Mannschaft des Deutschen Roten Kreuzes sowie drei Damenmannschaften am Start.

Super Wetter, zahlreiche Besucher

Eine der Damenmannschaften ist eine neunköpfige Truppe aus Bubenorbis, sie nennen sich "Die Flitzenden Feier Weiber". Keine der jungen Frauen ist aktiv in der Feuerwehr, sie alle machen zum Spaß mit. Aber sie wollen auch den Titel gewinnen. Seit Anfang Juli haben die Mädchen zweimal wöchentlich trainiert, sie fühlen sich gut vorbereitet. Doch eine Woche vor dem Wettbewerb verletzte sich Tina Roll, die Wassertruppführerin, am Knie.

"Wir haben umgehend eine Krisensitzung einberufen", sagt Jennifer Eberhard. "Die Rollen mussten zum Teil völlig neu verteilt werden." Ines Waldbüßer ist an die Stelle der verletzten Tina Roll getreten. "Wir haben nur noch fünf Tage in dieser Besetzung trainieren können", erzählt sie. Dafür habe es aber ganz gut geklappt, sind sich die jungen Frauen einig. Und tatsächlich reicht es am Ende für Platz zwei in der Damenwertung. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagen die Flitzenden Feier Weiber freudestrahlend.

Die Stimmung ist gut, mancherorts vielleicht ein wenig zu gut. Eine Männertruppe feiert so ausgelassen, dass sie das sogenannte Stiefeltrinken etwas zu wörtlich nimmt. Kurzerhand wird der Feuerwehrstiefel eines Mitglieds zum Trinkglas umfunktioniert, das in der Gruppe wiederholt die Runde macht und bei Bedarf aufgefüllt wird.

Auch die Veranstalter sind zufrieden. "Wir hatten super Wetter und zahlreiche Besucher - wie viele, vermag ich nicht zu sagen", gesteht der Hüttener Kommandant Matthias Weidner. Was die Größe des Festes betrifft, sei man mittlerweile jedoch am Limit angekommen, mehr gehe nicht.

Mehr als 150 Helfer sind beim Sommerfest im Einsatz. "Wir sind stolz, als so kleine Feuerwehrabteilung ein so großes, tolles Fest auszurichten", sagt Weidner. "Ohne die vielen helfenden Hände wäre das jedoch nicht möglich."

Ergebnisse vom 6. August 2013
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