Jung und Alt zusammenbringen

Das Miteinander der Generationen ist ein Thema der Zukunft - auch in Frankenhardt. Bei einer Impulsveranstaltung informierten sich 70 Bürger über verschiedene Möglichkeiten, Jung und Alt zusammenzubringen.

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Im Alter möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können - das ist der Wunsch vieler Menschen. Doch in Zeiten, in denen die Menschen nicht mehr als Großfamilie unter einem Dach leben, wird die Erfüllung dieses Wunsches immer schwieriger. Die meisten Alten leben allein. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die ihnen das Leben schwer machen: eine Glühbirne austauschen, den Rasen mähen, einkaufen gehen. Dabei gibt es in jeder Nachbarschaft Menschen, die diese kleinen Hilfen übernehmen können. "Es geht uns darum, solche gegenseitigen Hilfen zu organisieren, also Hilfsbedürftige und Helfer zusammenzubringen", erklärt Karin Baumann, neben Jörg Mast und Rainer Herold eine der Initiatoren einer Genossenschaft für Jung und Alt in der Gemeinde Frankenhardt.

Die Idee eines Netzwerkes gegenseitiger Hilfe ist nicht neu: Einige Kommunen haben ein solches Generationenbündnis bereits aufgebaut. Seit drei Jahren gibt es den Verein "Wer hilft wem" in Jagstzell, die Kirchberger Seniorengenossenschaft zählt bereits 175 Mitglieder, und das im November 2011 gegründete Generationenbündnis Vellberg sammelt gerade erste Praxiserfahrungen mit dem Prinzip der freiwilligen, ehrenamtlichen Hilfe zur Selbsthilfe. Vertreter aller drei Initiativen, die sich in der Organisationsform unterscheiden, stellten im Bürgersaal des Rathauses Gründelhardt ihre Arbeit vor. "Das Konzept alleine reicht nicht aus. Man braucht die richtigen Leute, die sich einbringen", berichtete Dr. Bertram Dreßler aus Jagstzell. Am besten könne ein Netzwerk gegenseitiger Hilfe funktionieren, wenn sich jeder nach seinen Fähigkeiten und Neigungen einbringen könne. Ein wichtiger Grundsatz ist außerdem die Honorierung der Hilfeleistung in Form von Bezahlung oder eines Zeitkontos.

"Wir haben hier in Frankenhardt sicher den Bedarf und das Bedürfnis nach einer genossenschaftlichen Initiative, die Jung und Alt zusammenbringt", betonte Bürgermeister Willi Karle und signalisierte Unterstützung vonseiten der Verwaltung. "Dass die Gemeinde in Zukunft dabei ist, ist keine Frage. Es sind nun alle Berufsgruppen aufgefordert, mitzuwirken."

Im Anschluss an die gut besuchte Impulsveranstaltung trugen sich viele Interessierte in eine Liste ein. Sie wollen den Prozess der Gründung einer generationenübergreifenden Initiative zum nachbarschaftlichen Miteinander weiter verfolgen und mitgestalten.

Info Das nächste Treffen, zu dem wieder alle Bürger Frankenhardts eingeladen sind, folgt im März.

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