Jugendherberge ist gerettet - Zuschuss der Gemeinde gibt den Ausschlag

Bürgermeister Strobel und der Gemeinderat sind erleichtert: Nach der Zusage eines Zuschusses hat das Jugendherbergswerk die Schließung der Einrichtung auf Schloss Rechenberg aufgehoben.

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Am Schloss Rechenberg werden auch künftig die Fahnen des Jugendherbergswerks wehen. Foto: Wolfgang Rupp

"Ich bin heilfroh über diese Entscheidung", so Bürgermeister Strobel, der am Montagabend den Gemeinderat über den am Freitag vom Jugendherbergswerk in Stuttgart gefassten Beschluss informierte. Vorausgegangen waren Diskussionen und Beschlüsse im Gemeinderat sowie im Ortschaftsrat Rechenberg, bei denen eine (heftig umstrittene) Frage im Mittelpunkt stand: Soll, will und vor allem kann die Gemeinde für die schon seit Langem dringend notwendige Sanierung der Juhe auf Schloss Rechenberg einen Zuschuss geben? Der Träger hatte sich bei voraussichtlichen Gesamtkosten von einer Million Euro eine Beteiligung der Gemeinde von 250.000 Euro vorgestellt. Von Anfang an war klar: Diesen Betrag kann (und will) sich die Gemeinde schlichtweg nicht leisten. Um einer drohenden Schließung zu begegnen, schlug die Verwaltung einen abgespeckten Zuschuss von 120.000 Euro vor, der jedoch von einer deutlichen Gemeinderatsmehrheit abgelehnt wurde.

Die Reaktion aus Stuttgart: Die Juhe Schloss Rechenberg wird "vor diesem Hintergrund und angesichts des Investitionsrückstaus nicht saniert, sondern zum Jahresende 2013 geschlossen. Diese Mitteilung ließ beim Bürgermeister, beim Ortschaftsrat Rechenberg und beim Gemeinderat die Alarmglocken schrillen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und wie die Schließung rückgängig gemacht werden kann. Diese Frage beschäftigte insbesondere auch unter dem Hintergrund, "dass wir nicht wissen, was danach kommen wird". Mit sieben zu sechs Stimmen unterstützte der Gemeinderat im Februar den Antrag des Ortschaftsrates Rechenberg, die Sanierung mit einem auf drei Jahre (2016 bis 2018) verteilten Zuschuss von 165.000 Euro zu unterstützen und zudem die zum Schloss führende Straße auszubauen.

Bürgermeister Matthias Strobel war nach eigenen Worten "unsicher und skeptisch", ob der Beschluss die Sachlage noch ändern wird, was er insbesondere mit dem Hinweis auf den vom Jugendherbergswerk selbst genannten Investitionsrückstau von 100 Millionen Euro begründet. Die Unsicherheit wurde noch größer, als sich der Vorstand im Februar entgegen der ursprünglichen Planung mit Rechenberg gar nicht beschäftigte - aber am vergangenen Freitag. Bürgermeister Strobel konnte am Montag die "erfreuliche Botschaft" entgegennehmen, dass Rechenberg erhalten und schrittweise modernisiert wird. Ausschlaggebend hierfür sei der von der Gemeinde zugesagte Zuschuss gewesen, verlautet aus Stuttgart. "Damit haben wir auch weiterhin einen vernünftigen Nutzer des Schlosses," freut sich der Bürgermeister.

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